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Zeltplatz für 150 Turnierpferde

Thomas (l.) und Bernhard Krüger bereiten seit Montag im Rad- und Reitstadion alles für die Ankunft der vierbeinigen Turnierteilnehmer vor.
Thomas (l.) und Bernhard Krüger bereiten seit Montag im Rad- und Reitstadion alles für die Ankunft der vierbeinigen Turnierteilnehmer vor. FOTO: kkz
Forst. Das Rad- und Reitstadion wird in dieser Woche für Bernhard und Thomas Krüger zum zweiten Zuhause. Seit Montagmorgen sind sie mit ihrem Team auf dem Gelände und bereiten das Sattelfest vor. Katrin Kunipatz

Rund 40 Leute sind hinter den Kulissen tätig, damit alles läuft.

Den Anfang machte ein Subbotnik am Freitag, bei dem die Hindernisse für den Parcours gereinigt und ins Stadion getragen wurden. Am Montag folgten die ersten Zäune für den Abreitplatz und die Zufahrt. Eine Bautzener Firma stellt sieben Zelte auf, die Platz für 150 Pferde bieten.

Insgesamt 300 Pferde erwartet der Polizeisportverein (PSV) Forst zum zehnten Springturnier. Die Reiter aus Cottbus, Groß Kölzig oder Forst bringen ihre Tiere am Turniertag mit. Sie stehen abends wieder im heimischen Stall. Andere Pferdesportler nehmen stundenlange Anfahrten auf sich, um an den Springprüfungen teilzunehmen. Eine Heimfahrt ist undenkbar. Für sie richtet der PSV auf dem Gelände mobile Pferdeställe ein.

"In diesem Jahr sind noch einmal 30 Pferde mehr als im vergangenen Jahr dabei", sagt Bernhard Krüger. Deshalb habe man bereits im vergangenen Oktober einen verwilderten Tennisplatz gerodet, mit Erde aufgefüllt und Rasen angesät. "Nur so ist auf dem Gelände genügend Platz für ein weiteres Zelt und die rund 30 großen Pferdetransporter", erklärt er.

Neu ist in diesem Jahr auch eine feste Unterkunft für das Vorbereitungsteam. Ein ehemaliger Kleingarten mit Gartenlaube wurde dem PSV-Gelände zugeordnet so Bernhard Krüger. Der 63-Jährige ist seit dem ersten Sattelfest in Forst dabei. Seine Erfahrung bei der Vorbereitung von Reitturnieren reicht bis Anfang der 90er-Jahre zurück, als er in Papitz das erste Reitturnier betreute. Turnierleiter war damals wie heute Hagen Ridzkowski.

Unterstützt wird Krüger in Forst seit einigen Jahren von Sohn Thomas. "Er soll später mal die Vorbereitung organisieren", sagt Bernhard Krüger. Allein mit dem Aufstellen der Pferdezelte ist es nämlich nicht getan. Am Montag wurde die Wasserversorgung aufgebaut. Es braucht elektrisches Licht in den Zelten. Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt mähten die Rasenflächen.

Am Dienstag liefert die Agrargenossenschaft Forst Stroh und Sägespäne als Einstreu für die 150 Pferdeboxen. Beim Verteilen der Einstreu helfen Agrargenossenschaft und die Behindertenwerkstatt. Außerdem sind 30 Kubikmeter Holzhackschnitzel nötig, damit die Pferde unbeschadet über die Betonflächen laufen können.

Bis Mittwochabend muss alles fertig sein, denn ab Donnerstagmittag erwarten Bernhard und Thomas Krüger die ersten Pferde. Als Platzwarte sind sie für Reiter und Pferdepfleger die ersten Ansprechpartner. "Wir übernachten deshalb bis Sonntag auf dem Gelände, falls etwas mit den Pferden passiert", so Krüger Senior. Auch ein Tierarzt ist ab Donnerstag rund um die Uhr vor Ort. Und der Wachschutz hat das Gelände im Blick.

Am Sonntag bei der Abreise gehe dafür alles ganz schnell. Innerhalb einer Stunde seien alle Pferde weg. "Wir werden noch am Abend Kabel und Wasserleitungen abbauen", sagt Thomas Krüger. Am Montag und Dienstag folgen dann Zäune, Schilder und der Mist aus 150 Pferdeboxen.

Zum Thema:
Vom 15. bis 17. September gibt es eine Vielzahl von Springprüfungen. www.psv-forst-lausitz.deFreitag ist der Eintritt frei. Karten für Samstag und Sonntag gibt es noch bis morgen im Vorverkauf im PSV-Vereinshaus im Rad- und Reitstadion sowie an den Tageskassen.Gesperrt wird ab Freitag die Straße An der Rennbahn . Auf der Akazien- und der Pappelstraße gilt ein Parkverbot. Ein Parkplatz für die Besucher ist auf dem ehemaligen Rewe-Parkplatz an der Umgehungsstraße. Fahrräder können am Tennisplatz abgestellt werden.