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| 13:57 Uhr

Museumsnacht
Zeitreise durch die Musik

Gut gefüllt, wie zu „alten Zeiten“ war der Saal beim Auftritt des Groß Kölziger Feuerwehrchors.
Gut gefüllt, wie zu „alten Zeiten“ war der Saal beim Auftritt des Groß Kölziger Feuerwehrchors. FOTO: Angela Hanschke
Groß Kölzig. Arbeitsgruppe berichtet vor 150 Gästen über Gesangsvereine und -traditionen in Groß Kölzig.

Eine Zeitreise durch ein Jahrhundert musikalischer Tradition im Dorf haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe Heimatforschung/Heimatstube am Samstag, dem Start-Tag der Museumsnächte im Landkreis Spree-Neiße, angetreten. Rund 150 Gäste konnte Andreas Müller um 18 Uhr begrüßen.

Routiniert führte Wolfgang Grätz im Saal der einstigen Gaststätte „Grüner Wald“ durch den Abend, verband die Vorträge von Doris Frankowiak über den „Männergesangverein 1883“, von Ursula Ecke über den „Arbeitergesangverein Vorwärts 1926“ und den Freien Volkschor sowie von Manfred Weiß über die Geschichte der Spielmannszüge zu einem gelungenen Arrangement.

Ob bei den „Malxetaler Blasmusikanten“ oder der legendären Tanzcombo „Conradis“, dessen halbe Besetzung aus Amateurmusikern des Dorfes bestand: „Die Groß Kölziger mischten immer kräftig in der Tanzmusikerszene mit“, betonte Weiß.

„Einwandfrei. Ein großes Lob für die Mühen der Ehrenamtlichen, die solche authentischen Dokumente gerettet haben“, sagte Peter Fielitz beim Betrachten der Protokollbücher ehemaliger Chöre in der Heimatstube. Er bedauert, dass vieles inzwischen der Vergangenheit angehört; trifft sich noch immer donnerstags mit den Unentwegten vom einstigen Döberner Männerchor.

Dennoch gibt es auch in der Gegenwart großes Potential im Ort. Die „Oldieband“ begeisterte mit einem breiten Repertoire zwischen Brandenburger Hymne, Rock’n‘Roll, Wiener Walzer, Schlager und „Preußens Gloria“. Der Feuerwehrchor brachte die Zuhörer mit dem Groß Kölziger Heimatlied und Volksliedern zum Schunkeln und stimmte auch das Steigerlied an.

Jochen Zarse überraschte mit Klarinettenspiel und Gesang. Hanna (Violine) und Flora Walther (E-Piano) – beide Schülerinnen des Forster Gymnasiums – holten mit Wolfgang Grätz (Violine), Musikstücke zwischen 1930 bis 1950 aus der „Mottenkiste“. In diese griff auch das Tanzpaar Gudrun und Andreas Mantwill bei Walzer, Polka, Rheinländer und Blues, während Carola Kupke und Angelika Metag mit einem spanischen Tanz erfreuten.

(aha)