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Zamperer ziehen in Türkendorf von einem Grundstück zum nächsten

Die Türkendorfer zogen durch ihren Heimatort.
Die Türkendorfer zogen durch ihren Heimatort. FOTO: mat1
Türkendorf. Wenn in Türkendorf die Zamperzeit angebrochen ist, dann starten die Teilnehmer am Grundstück von Ute und Frank Radtke. Denn Ute Radtke verwöhnt die Zampergesellschaft schon am frühen Morgen mit selbst gebrautem Glühwein. mat1

So wurde doch die recht große Zampertruppe in diesem Jahr in gewohnter Form von der "Hauskapelle" unter Regie vom Türkendorfer Musiker Martin Wonneberger begleitet. Mehr als 50 Grundstücke steuerte das lustige Völkchen an, der Bollerwagen mit alkoholischen Getränken für die Einwohner war immer dabei.

Zu dieser schönen Tradition laden jedes Jahr die Zamperfrauen ein. Dann ziehen ganze Familien mit ihren Kindern durch den Heimatort. Gesammelt werden Geld, Eier, Schnaps und Süßigkeiten. Nachmittags kehrten sie zum Eieressen im Dorfgemeinschaftshaus zurück. Immerhin kamen mehr als 120 Eier zusammen, die in diesem Jahr von Katrin Koschker und Christel Karraß gebraten wurden.

"Es gibt bei der Zampertour einen harten Kern, der diese Tradition am Leben erhält. Es gab schon Jahre, in denen wir ein ganz kleines Grüppchen waren", sagt Martina Schuhmann, die am Samstag die Hauptkasse verwaltete. "Doch wir möchten diesen schönen Brauch unserer Jugend übertragen. Wir sind heute glücklich, so viele junge Leute begrüßen zu können."

Die Türkendorfer stecken gern ein Scheinchen mehr in die Kasse, denn davon wird auch in diesem Jahr am 2. September wieder ein Grillfest mit Vogelschießen am Festplatz des Ortes organisiert. "Das ist immer ein sehr gemütliches Fest", erklärt Martina Schuhmann. "Dann wird zwar gegrillt. Doch die Einwohner bringen außerdem leckere Dinge für das Büfett mit: Dann wird Brot selbst zu Hause gebacken oder Kräuterbutter zubereitet."