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10. Döberner Oktoberfest
Wollitz mit Treffsicherheit beim Anstich

Gut gelaunt feierten auch Gäste aus der Kreisstadt Forst mit.
Gut gelaunt feierten auch Gäste aus der Kreisstadt Forst mit. FOTO: aha1
Döbern. Nach der zehnten Auflage des Döberner Oktoberfestes am Samstag steht erneut fest: "Die Döberner Feuerwehrmänner richten das schönste Wiesn-Fest in der Region aus." Einziger "Schwachpunkt": Das Städtchen liegt im Tal, hat keine Alpen vor der Haustür. aha1

Gefeiert wird deshalb auf dem Feuerwehrfestgelände. Mehr als 1000 Gäste aus Brandenburg und Sachsen feierten im Festzelt, das von den Frauen der Feuerwehrkameraden anlässlich des Jubiläums besonders aufwendig in den Farben blau-weiß dekoriert wurde. Der Döberner "Trachtenauflauf" ist bereits weithin bekannt. Besucher im bayerischen Festgewand wurden mit einem Gläschen Hochprozentigem empfangen. Zünftig auch der Einmarsch der Wiesn-Helfer - vorweg Georg Nennewitz von der Spitze des Feuerwehrfördervereins und Frank Queißer von der Döberner Wehrführung - die in ihrer Festrede unter dem Jubel der Gäste die klare Ansage machten: "Um allem Gerede vorzubeugen, es gibt auch 2018 wieder ein Oktoberfest auf den Döberner Feuerwehr Wiesn." In jedem Jahr wird einem Prominenten die Ehre zuteil, das erste Fass anzustechen. In diesem Jahr gelang den Floriansjüngern ein besonderer Coup: Klaus-Dieter (Pele) Wollitz, Trainer von Energie Cottbus, griff zu Zapfhahn und Holzhammer und ließ nach wenigen Schlägen routiniert das edle Original-Paulaner-Oktoberfestbier sprudeln.

Bereits ab 17 Uhr hatten die Oberlausitzer Blasmusikanten aufgespielt. Drei Stunden später brachten die Musiker der bayerische Partyband "Ed'lstoff" die Stimmung vollends auf den Siedepunkt und die Paare aufs Tanzpodest. Besten Überblick aufs Festgeschehen und exklusiven Platz fürs Gesehenwerden verhieß ein Stehplatz auf den Biertischen. Trotz aller Begeisterung fürs bayerische Brauchtum: Die Döberner haben erneut einen brandenburgischen Anstrich ihres Oktoberfestes gewahrt. Viele Gäste fielen ein, als Detlef Pult und Frank Queißer, ein längst nicht nur auf Karnevalsbühnen erprobtes Duo, begleitet von den Oberlausitzern die Brandenburger Hymne anstimmten.