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| 19:10 Uhr

Klinge
Wollhaariges Nashorn bereichert Erlebnispfad

Am Erlebnispfad können Besucher diesen Riesenhirsch bewundern. Am Sonntag soll ein wollhaariges Nashorn dazukommen.
Am Erlebnispfad können Besucher diesen Riesenhirsch bewundern. Am Sonntag soll ein wollhaariges Nashorn dazukommen. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Klinge. Zum Frühlingsfest im Museum Zeitsprung soll neue Nachbildung enthüllt werden. Von Katrin Kunipatz

Das Freilichtmuseum „Zeitsprung“ in Klinge erhält Zuwachs. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens wird am kommenden  Sonntag die naturgetreue Nachbildung eines Wollhaarigen Nashorns am Erlebnispfad aufgestellt.

Kerstin Diener, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Klinger See erläutert: „Vier Meter misst das Nashorn von der Schwanzspitze bis zum Horn. Sein Körper hat einen Durchmesser von zwei Metern.“ Hergestellt wird das Tier vom Präparator Klaus-Dieter Jost aus Bagenz. Rund 10 000 Euro kostet das Nashorn. Die Interessengemeinschaft, die das Freilichtmuseum betreibt, hat dafür rund 5000 Euro Fördermittel des Landkreises erhalten. Den Rest der Summe bezahlt der Verein mit Einnahmen, die Besucher im Spendenstein eingeworfen haben.

Genau wie bei dem ebenfalls im Freilichtmuseum Zeitsprung ausgestellten Wollhaarigen Mammut und dem Riesenhirsch waren fossile Knochen des Wollnashorns in den Tongruben rund um Klinge entdeckt worden.

Im Museum am Südrand des Tagebaus Jänschwalde können Besucher mehr über die Zeit erfahren, als diese Tiere die Region der heutigen Lausitz bevölkerten. Das Museum bewahrt ein Bodendenkmal. In einem Geländeeinschnitt sind verschiedenen Bodenschichten erkennbar, die einen Einblick in die Erdgeschichte erlauben.

Zur Interessengemeinschaft gehören 23 Mitglieder. Sie pflegen das am Fürst-Pückler-Radweg gelegene Museum, veranstalten jährlich ein Frühlingsfest und nehmen an der Museumsnacht teil. Das 5. Frühlingsfest am Sonntag beginnt 13 Uhr. „Geplant ist ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen“, sagt Kerstin Diener. „Und die Präsentation des wollhaarigen Nashorns.“ Der Präparator habe zugesichert, das riesige Tier bis Freitag fertigzustellen. So bliebe genügend Zeit, um die Nachbildung auf die am Pfingstsonntag gegossenen Fundamente zu stellen.

Die Fundamente für das wollhaarige Nashorn haben die Vereinsmitglieder am Pfingstsonntag vorbereitet.
Die Fundamente für das wollhaarige Nashorn haben die Vereinsmitglieder am Pfingstsonntag vorbereitet. FOTO: LR / Katrin Kunipatz