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| 18:26 Uhr

Gericht urteilt im Schnellverfahren
Wohnmobil-Verschieber zu Bewährungsstrafe verurteilt

Cottbus/Forst. Geschnappter Fahrer war vor Gericht geständig.

In einem beschleunigten Verfahren ist am Dienstag ein 30-Jähriger aus Polen zu einer elfmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, die aber zur Bewährung ausgesetzt wurde. Darüber informierte das Amtsgericht Cottbus.

Der Angeklagte gab an, dass er für einen ihm unbekannten Polen ein Auto für 1000 Euro von Deutschland nach Polen überführen wollte. Das Angebot schien ihm lukrativ, da er durch Gelegenheitsjobs nur ein geringes Einkommen habe. In Berlin wurde ihm ein gestohlenes Wohnmobil im Wert von circa 75 000 Euro übergeben, samt einem  Interface-Stecker, mit dem er das Fahrzeug wieder hätte starten können, und Anweisungen, auf welchem Weg er das Fahrzeug nach Polen verbringen soll. „Der Angeklagte übernahm das Fahrzeug, obwohl man ihm deutlich gemacht hat, dass es sich um ein gestohlenes Fahrzeug handelt“, so ein Gerichtssprecher, und er hatte auch keine Fahrerlaubnis. Nach zwei missglückten Versuchen der Polizei, das Wohnmobil zu stoppen, wurde am frühen Montagmorgen auf der Autobahn bei Forst ein Nagelgurt eingesetzt und der  Angeklagte  festgenommen, der sich vor Gericht umfassend geständig zeigte, so der Gerichtssprecher. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe es deshalb ein beschleunigtes Verfahren bereits einen Tag nach der Festnahme gegeben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.