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Spree-Neiße
Wo der Landkreis Staßen bauen will – und wo er kann

Noch fehlt die Deckschickt auf der Domsdorfer Straße zwischen Kirchweg und Märkischer Straße. Im April soll sie eingebaut werden.
Noch fehlt die Deckschickt auf der Domsdorfer Straße zwischen Kirchweg und Märkischer Straße. Im April soll sie eingebaut werden. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Spree-Neiße. Eichwege, Bloischdorf und Türkendorf sind dieses Jahr dran.

In diesem Jahr will der Landkreis den dritten und letzten Teil der Ortsdurchfahrt in Eichwege erneuern. Das teilt Frank Kuckert, Sachgebietsleiter der Unteren Straßenbaubehörde mit. Gemeinsam mit dem Amt Döbern und dem Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband wurde bereits 2016 begonnen, die Straßenentwässerung zu bauen. Auch dieses Projekt wird 2018 fortgesetzt. Weil Fördermittel des Landes fließen, muss bis zum Jahresende  fertig sein. Insgesamt sind für diesen letzten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt geplant rund 200 000 Euro, von denen 140 000 Euro aus einem Förderprogramm stammen.Geplant ist außerdem die Deckenerneuerung der Verbindungsstraße zwischen Jerischke und Eichwege fortzusetzen. Dann wäre der gesamte Abschnitt von der Bundesstraße in Döbern bis hinter Jerischke wieder gut befahrbar.

Gebaut wird ebenfalls die Kreisstraße 7109 in Forst RIchtung Groß Schacksdorf. Das Projekt muss zum bis zum Jahresende fertig sein, weil Mittel des Kommunalinvestitionsförderungsgesetz eingesetzt werden, so Kuckert. Insgesamt 3,1 Millionen Euro hat die Kreisverwaltung in diesem Jahr für Investitionen in die Kreisstraßen vorgesehen, erläuterte Finanzdezernent Carsten Billing im Kreistag.

Dazu zählt auch die Kreisstraße zwischen Jerischke und der Autobahn A15. Noch ist aber nicht klar, ob die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen können. Wie Frank Kuckert erläutert, wollte der Landkreis 2018 mit dem ersten von fünf Bauabschnitten beginnen. Die insgesamt 8,5 Kilometer lange Straße, die teilweise aus Betonelementen besteht, soll grundhaft erneuert werden. Entsprechende Eigenmittel sind im Doppelhaushalt 2018/19 eingeplant und die Planung vorangetrieben. Außerdem wurden für das mehrere Millionen Euro teure Projekt Fördermittel beantragt. „Man hat uns signalisiert, dass diese Mittel im Moment nicht zur Verfügung stehen“, sagt Kuckert. Doch ohne Landesmittel kann der Kreis das Straßenbauvorhaben nicht stemmen.

Die gleiche Situation ergibt sich für die Bahnhofstraße in Kolkwitz. Dort soll der rund 400 Meter lange Abschnitt zwischen der Landesstraße und der Gleisanlage erneuert werden. „Die Planungen sind fertig, aber die Fördermittelzusage fehlt“, so der Sachgebietsleiter.

Sicher ist dagegen, dass voraussichtlich ab Mai 2018 die Ortsverbindungsstraße zwischen Türkendorf und Bloischdorf gebaut werden kann. Nachdem bereits in der Ortslage Türkendorf in zwei Bauabschnitten die Kreisstraße 7105 erneuert wurde, soll nun der zweite Teil der Ortsverbindung einschließlich der unübersichtlichen Kurve in Bloischdorf gebaut werden, erläutert Frank Kuckert. „Wir wollen an der Kreuzung die Sicht für alle Verkehrsteilnehmer verbessern und bereiten dafür den Kauf von Grundstücken vor“, sagt er. Im Zusammenhang mit der Maßnahme wird auch ein Durchlass zum Teich erneuert. Die Planungen laufen. Auch hier sind Fördermittel beantragt, die mit ziemlicher Sicherheit fließen werden, denn der Kreis darf noch vor deren Zusage mit den Bauarbeiten beginnen. Insgesamt schätzt Kuckert die Baukosten auf 300 000 Euro.

(kkz)