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| 19:15 Uhr

Ausgezeichnete Firma
Internationale Anerkennung für SMT

In Korea nahmen Kai Winkelmann (M.) und Matthias Senftleben (2.v.r) gemeinsam mit Vertretern internationaler Partnerunternehmen die Auszeichnung der JEC-Gruppe entgegen.
In Korea nahmen Kai Winkelmann (M.) und Matthias Senftleben (2.v.r) gemeinsam mit Vertretern internationaler Partnerunternehmen die Auszeichnung der JEC-Gruppe entgegen. FOTO: SMT
Forst. Forster Hersteller von faserverstärkten Kunststoffen für neuartiges Produkt ausgezeichnet. Von Katrin Kunipatz

Bis nach Seoul sind Christian Mrose, Matthias Senftleben und Dr. Kai Winkelmann von SMT gereist, um in Südkorea die Auszeichnung der JEC-Group persönlich in Empfang zu nehmen. Zehn Tage zuvor erhielt die Forster System-Montage-Technik GmbH (SMT) bereits den AVK-Innovationspreis in Stuttgart im Rahmen der Composite Europe Expo.

Ausgezeichnet wurde in beiden Fällen eine von SMT entwickelte brandgeschützte Leichtbaulösung für den Einsatz im Schienenfahrzeugbau. Dr. Kai Winkelmann, Leiter der Forschungsabteilung, erklärt die Besonderheit: „Leichtbau, Brandschutz und Strukturfestigkeit in einem Produkt zu realisieren ist eine Herausforderung. Unser Trick: Für verbesserte Kraftübertragungen in Sandwichkonstruktionen haben wir mittels Strukturverstärkungen im Kernmaterial beide Decklagen direkt miteinander verbunden. Dies hat den Vorteil, dass wir ohne zusätzliches Gewicht die Festigkeit für dauerbelastete tragende Strukturen erhöhen und somit noch leichter bauen konnten. Außerdem würdigt die Auszeichnungen die Verwendung brandgeschützter Ausgangsmaterialien, den innovativen Fertigungsprozess sowie die internationale Kooperation mit unseren Partnern.“

Bei der Herstellung wendet SMT neue und ressourcensparende Technologien an. Bei der sogenannten Vakuuminfussion nutzt die Forster Firma energetisch hocheffizienten Vakuumdruck und wiederverwendbare Silikonmembranen, um die vorbereiteten Halbzeuge aus Glas- und Kohlefaser mit flüssigen Kunstharzen zu imprägnieren. Beim Zuschnitt und der Nachbearbeitung kommen CNC-Maschinen zum Einsatz, so Prokurist Matthias Senftleben. „Nur so können die geforderten Toleranzen eingehalten werden, damit die Trennwände und Fußbodenplatten bei der Montage genau passen“.

Mit der Entwicklung dieses neuartigen Leichtbauwerkstoffs begann Dr. Kai Winkelmann mit einem Kollegen in der Forschungsabteilung von SMT im Jahr 2014. Die Forster Firma arbeitet eng mit der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus zusammen und profitiert vom Austausch mit Professor Holger Seidlitz der dortigen Stiftungsprofessur „Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen“ und der Panta Rhei gGmbH, dem Forschungszentrum für Leichtbauwerkstoffe. SMT nutzte für dieses Projekt unter anderem die Prüfeinrichtungen der Panta Rhei zur Bestätigung der statischen und dynamischen Fertigkeitswerte. Seit 2016 werde das Material in Serie produziert und verkauft, berichtet Prokurist Christian Mrose. „Inzwischen verzeichnen wir großes Interesse auf dem internationalen Markt der Schienenfahrzeughersteller sowie beim Schiffbau und der Infrastruktur. Die Verarbeitung derartiger Materialkombinationen gehört heute zu einer Kernkompetenz von SMT“, so der Prokurist von SMT und Inhaber der Technischer Handel und Industriebedarf Mrose GmbH.

Neben der Entwicklung und Fertigung von Verbundwerkstoffen sind die Aufarbeitung von Komponenten und Industriemontage ein weiterer Schwerpunkt bei SMT. Rund 40 Monteure sind für die Firma in Deutschland und der EU unterwegs. Für den jüngsten Sanierungsauftrag sollen 238 Fahrzeuge der Münchner S-Bahn instand gesetzt werden, so Prokurist Matthias Senftleben. „Unsere Vision ist es als Zulieferer von Leichtbaukomponenten, im Schiffsbau einzusteigen“, sagt er. Auch in dieser Branche werde es immer wichtiger Gewicht einzusparen, um den Tiefgang im Flachwasser zu verringern. Die beiden Auszeichnungen seien ein wichtiges Zeichen für den Markt, so Dr. Kai Winkelmann. „Wir haben mit unserem Ansatz gezeigt, was möglich ist“, ergänzt er.