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| 16:15 Uhr

Straßenverkehr
Überlegungen zu Unfallschwerpunkt bei Forst

Das Stoppschild an der Kreuzung Nordumfahrung/Forster Straße war im Mai aufgestellt worden.
Das Stoppschild an der Kreuzung Nordumfahrung/Forster Straße war im Mai aufgestellt worden. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Nahe der Grenzbrücke in Forst-Sacro war es trotz neuen Stoppschildes erneut zu einem schweren Unfall gekommen.

Am 8. Juli war es an der Kreuzung Nordumfahrung/Forster Straße nahe des ehemaligen Grenzüberganges erneut zu einem schweren Unfall mit einem Schwerverletzten gekommen. Und dass, obwohl erst im Mai an der Kreuzung ein Stoppschild aus Richtung Sacro aufgestellt worden war, um noch einmal deutlicher daraufhinzuweisen, dass hier Vorfahrt gewährt werden muss. Trotz der 2011 aufgebrachten Rüttelstreifen war es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen, weshalb die Kreuzung wieder zum Unfallschwerpunkt ernannt wurde.

Ob man an der Kreuzung nicht eine Ampel aufstellen oder einen Kreisverkehr bauen könne, schlagen zwei Leser am RUNDSCHAU-Reporter-Telefon vor. Nach Auskunft von Sabine Pohle, Sachgebietsleiterin für öffentliche Ordnung, Perso-nenstandswesen und Verkehr beim Landkreis Spree-Neiße, seien das grundsätzlich gute Gedanken, die jedoch sehr teuer seien. Sowohl für eine Ampel inklusive deren Strom- und Wartungskosten als auch für den Bau eines Kreisverkehrs wäre die Stadt Forst verantwortlich. Beim Kreisverkehr, dessen Kosten sicher nicht unter einer Million Euro liegen würden, sei zudem das Problem, dass dafür die umliegenden Ackerflächen angekauft werden müssten. Oft wollten die Eigentümern der Flächen diese nicht hergeben.

Die Kreuzung werde jedoch wieder Thema der nächsten Unfallkommission sein, die im September tage. Denn, wie Sabine Pohle noch einmal bei der Polizei nachgefragt hatte, sei die Unfallverursacherin auch aus Richtung Sacro gekommen, also genau von dort, wo das Stoppschild steht. Warum sie die Vorfahrt missachtet habe, ob vielleicht auch die Sonne ungünstig gestanden habe, wisse man nicht. Problem sei aber auch, dass sich fast keiner an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde auf der Hauptstraße halte, so Pohle. Der Autofahrer vom 8. Juli war schwerverletzt mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden.

(slu)