ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:20 Uhr

Wie Forst-Berge einmal aussah

Forst.. Als vor 107 Jahren das östlich des Neißeufers gelegene Dorf Berge mit seinen 6000 Einwohnern in das Stadtgebiet Forst eingemeindet wurde, trug dieser neue Stadtteil noch typischen Dorf-Charakter. Hans-Joachim Schulz


Im Jahre 1906 beschloss die Stadtverordnetenversammlung einen Bebauungsplan für die Erweiterung und Modernisierung des neuen Stadtteils Berge. So entstanden durch ein Neubauprogramm allein in den 20er-Jahren zehn neue Straßen mit 172 neuen Wohnungen. Berge entwickelte sich nun zu einem großen Stadtteil, der auch Forst-Neustadt genannt wurde.
In den 30er-Jahren entstanden in diesem Stadtteil mehrere neue Stadtrandsiedlungen mit schmucken Ein- und Zweifamilienhäusern, so 1932/33 zwischen der Richtstraße und Seestraße, 1934 bis 1937 in der Siedlung Skurum (einige Häuser davon sind noch heute auf der östlichen Seite der Neiße gegenüber vom Rosengarten erhalten), 1936 am Ende der Pförtener Straße in der Waldheimstraße, Ostmarkstraße (dieser Abschnitt der Grenzstraße wurde nach 1933 von den Nazis umbenannt) und Siedlerstraße sowie in den Jahren 1936/37 linksseitig der Langen Straße vor dem Bahnübergang am Räschingweg, Dragonerweg und Kosakenweg (siehe Foto), wo bis zum Kriegsausbruch insgesamt 49 Siedlungshäuser errichtet wurden.
Nach dem Ersten Weltkrieg setzte eine starke Wohnungsnot ein, die die Stadtverwaltung zwang, den Wohnungsbau zu forcieren und die Wohnungsnot durch eigene Bautätigkeit zu bekämpfen. Dabei konzentrierte man sich auch auf den neuen Stadtteil Berge. 1920/21 entstand unter anderem die Häusergruppe an der Teuplitzer Straße/Ecke Scheunoer Straße mit 23 Wohnungen (siehe Foto) und weitere Wohnungen in der Scheunoer Straße.
Die Teuplitzer Straße verlief von der Langen Straße (heute die am Bistro vorbeiführende Straße) in südöstlicher Richtung bis zur Stadtgrenze am Waldrand. Auf der rechten Seite der Teuplitzer Straße zweigte die Scheunoer Straße ab, die am Bergschen Friedhof in die Lange Straße mündete.