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Wie eine kleine Grüne Woche für die Region

Dicht umringt: Seniorchef Joachim Päch am m obilen Sägewerk.
Dicht umringt: Seniorchef Joachim Päch am m obilen Sägewerk. FOTO: aha1
Smarso. Kreischende Sägen sind nur ein Teil des Festes, das alle zwei Jahre in Smarso stattfindet. Dort ziehen Viele an einem Strang. ang1

Technik und Holz sind eine unschlagbare Kombination. Hunderte strömten deshalb am Samstag zum "Mobilen Sägewerk Päch". Nur in jedem zweiten Jahr gibt es solch einen Auflauf in dem kleinen Heideort Smarso. Anett Höhna, die Lebensgefährtin des Inhabers Christian Völker, eröffnete die sechste Auflage des Festes, das einer sehr regionalen auf sieben Stunden geschrumpften "Grünen Woche" ähnelt. Vor zehn Jahren wurde bei der Erstauflage die Lagerhalle eingeweiht. Nun war der Anbau einer offenen Lagerhalle für die Kaminholztrocknung Anlass zum Feiern.

Sägespäne wirbelten umher, als der Unternehmensgründer Joachim Päch (76) persönlich am mobilen Sägewerk Balken, Bohlen und Kanthölzer zuschnitt. Dicht umringt waren auch Sägewerk-Chef Christian Völker am Holzspalter, der im Sekundentakt ofenfertige Scheite produzierte. Dazu kamen der große Holzhäcksler vom Biomassehof Wonneberger aus Groß Kölzig und der Langholztransporter der Firma Lothar Schmidt aus Weißkeißel. Ganz der Tradition verpflichtet, stellte der Forster Zimmerer Michael Böttcher mit historischem Werkzeug einen Dachstuhl her. Sein Berufskollege Marcus Scholz aus Torgau formte mittels Kettensäge Skulpturen aus Eichenholz. Am Stand der Overseas GmbH aus Simmersdorf drehte sich alles um Kohle.

Erstaunlich waren auch die "Fundstücke" in den zersägten Bäumen - Hinterlassenschaften aus dem 2. Weltkrieg, eingewachsene Haken, Schrauben, Bauklammern und Steine, die beim Sägen zum Vorschein gekommen waren.

Dekoratives aus Holz, Metall und Beton aus der Werkstattarbeit stellten Schüler der Oberschule "Germanus Theiss" aus Döbern vor. Vier Kartoffelsorten und "Gutes für Kaninchen" konnten am Stand der Agrargenossenschaft Forst mitgenommen werden. Eine Hüpfburg und Rundfahrten mit dem Traktor der Firma Case aus dem Maschinenbestand der Agrargenossenschaft Gahry sorgten bei den Jüngsten für Kurzweil.