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| 16:59 Uhr

Schule mit freien Plätzen
Wichernschule mit Platz für weitere Schüler

Forst. In Forst könnte noch eine Förderklasse entstehen, während an der Cottbuser Förderschule im nächsten Schuljahr zwei Räume für die ersten Klassen fehlen. Von Katrin Kunipatz

Die Forster Wichernschule könnte noch zusätzliche Kinder aufnehmen, erklärt Schulleiter Heiko Heinemann. Sein Angebot bezieht auf den Bericht über die fehlenden Räume in der Spreeschule in Cottbus (RUNDSCHAU berichtete am 19. Juni). Im nächsten Schuljahr wird in Forst eine neue erste Klasse mit fünf Kindern gebildet. Diese Klasse könnte auf bis zu acht Schüler erweitert werden. „Wenn der Bedarf größer ist, würde ich auch eine zweite erste Klasse eröffnen“, sagt Heinemann. Überlegt hat er bereits, welchen Räume die zusätzliche Klasse nutzen könnte. Ein Tausch innerhalb der Schule wäre die Lösung.

Die Wichernschule in Forst besuchen ausschließlich Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf, weil sie geistige oder körperliche Beeinträchtigungen haben. Damit unterscheidet sich die staatlich anerkannte Ersatzschule nicht von der Spreeschule in Cottbus oder der Förderschule in Spremberg. „Unser Träger sind die Samariteranstalten Fürstenwalde (Spree), Schulgeld gibt es nicht“, stellt Heiko Heinemann klar.

Die Schule besuchten im vergangenen Schuljahr 85 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 21 Jahren. Die Schüler können an der Wichernschule die allgemeine zehnjährige Schulpflicht und anschließend die zweijährige Berufsschulpflicht erfüllen. „Unser Ziel ist es ihnen Kompetenzen zu vermitteln, damit sie ihr Leben so weit wie möglich selbstständig bewältigen können“, so Heinemann. Das Kollegium besteht aus 24 Lehrern. Jeweils zwei unterrichten in einer Klasse, einer der beiden hat den Fachschulabschluss Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung.

Schon jetzt kommen etwas zehn Prozent der Schüler an der Forster Wichernschule aus Cottbus. Andere sogar aus Kolkwitz und Drebkau. Die meisten wohnen in Forst und Guben. Fahrdienst und Schulfahrzeuge bringt sie zur Schule und wieder nach Hause. In der Ganztagsschule werden die Kinder von 7 bis 16 Uhr betreut. Wie Heinemann erläutert, geht es dabei nicht allein um die Vermittlung von Unterrichtsstoff, sondern das Erlernen von Alltagstätigkeiten, wie Essen zubereiten, Einkaufen oder hygienische Maßnahmen. Ein Fahrtraining gibt es im Berufsschulalter. Außerdem würden die verschiedenen Therapiemaßnahmen für die Kinder in die Schulzeit integriert, betont der Schulleiter. Die Tage würden für die Kinder sonst zu lang. Weitere Informationen über die Wichernschule gibt es im Internet