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| 16:34 Uhr

Wetterrückblick
Der Dezember war feucht und mild

 Mit Schnee bedeckt war der Noßdorfer Dorfanger Mitte Dezember bei einem nur kurzen Wintergastspiel.
Mit Schnee bedeckt war der Noßdorfer Dorfanger Mitte Dezember bei einem nur kurzen Wintergastspiel. FOTO: Heido Briesemann
Forst. Wetterrückblick für die Region Forst: Mehr als 2000 Sonnenstunden im Jahr 2018 – dennoch kein Rekord. Von Heido Briesemann

Der Monat Dezember begann in der Region Forst recht mild. Tief „Kerrin“ schaufelte an seiner Ostflanke sehr milde Luft aus dem Südwesten Europas in die Lausitz. Tageswerte im zweistelligen Bereich mit dem Monatshöchstwert von 13,6 Grad am 3. Dezember ließen die erste Woche des Monats eher frühlingshaft anmuten. Der Regen kam nach den trockenen Vormonaten der Natur zupass. Auch in den Folgetagen zogen kleinere Tiefdruckgebiete in schneller Folge von West nach Ost und brachten bei einem ungemütlichen und böigen Wind fast täglich Regen. Mit Beginn der zweiten Dekade gab es auch Schneeregen oder Graupelschauer bei wieder niedrigeren Tageswerten, weil  der Wind dank des Hochs „Gotthard“ von Nordost wehte. Rund um den dritten Advent schwankten die Tageswerte bei einem Sonne-Wolken-Mix nur noch um den Gefrierpunkt, und am Abend des 16. Dezember fiel Schnee, der aber keine 24 Stunden liegen blieb.

Pünktlich zum Weihnachtsfest kam die Luft wieder aus Südwest. Somit gab es zum achten Mal nacheinander keine weiße Weihnachten. Zwar fiel dann an Heiligabend der Niederschlag noch als Schneegriesel, an Weihnachten gab es aber wieder nur Regen und Wind. Die letzte Woche bis Silvester brachte fast täglich Nieselregen und weiterhin milde Temperaturen um die fünf Grad. In neun Nächten sanken die Werte knapp unter den Gefrierpunkt, einen Eistag gab es im Dezember 2018 nicht. Das Monatsmittel lag bei 3,62 Grad Celsius – zu warm für den ersten Wintermonat.

Mit 87 Litern Niederschlag, größtenteils als Regen, avancierte der Dezember 2018 zwar zum feuchtesten Weihnachtsmonat seit Jahren. Er konnte aber auch das Jahresdefizit nicht ausgleichen, denn mit nur 469 Litern Niederschlag in zwölf Monaten war es das trockenste Jahr seit 2006 (352 Liter).

Obwohl die Sonne im Dezember in Forst nur ganze 18 Stunden schien, hatte sie sich doch über das Jahr betrachtet mit 2078 Stunden mächtig ins Zeug gelegt. Dieser Wert wurde bisher mit 2090 Stunden nur 1982 übertroffen. So wundert es auch wenig, dass es ein sehr warmes Jahr war. Das Jahresmittel bei den Temperaturen lag bei 11,16 Grad. Ein Rekord wurde es wegen der kalten Monate Februar und März nicht. In Erinnerung wird vielen das Jahr 2018 trotzdem bleiben – nichts zuletzt wegen des heißen Sommers und der Dürre von April bis November.