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| 02:34 Uhr

Wesemann bleibt optimistisch: "Wir gewinnen die Wette"

Forst. Zum Abschluss des Stadtjubiläumsjahres wollte Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) mit einer Stadtwette noch einmal alle auf die Beine bringen. Genau gesagt: Mindestens 750 Besucher des Weihnachtsmarkt sollen an Sonntag mit Weihnachtsmannmützen ausgestattet, "O Tannenbaum" singen. Beate Möschl

Doch Wesemanns Wetteinsatz sorgt nun nicht überall für Begeisterung, sondern ruft auch Kritiker auf den Plan. Denn der Bürgermeister will für die Stadt an einem Tag auf Einnahmen aus Bußgeldern von Falschparkern verzichten.

In der Stadtverordnetenversammlung am Freitag präzisierte er seinen Einsatz und kündigte einen dritten Wetteinsatz an für den "unwahrscheinlichen Fall", dass es nicht gelingt, 750 Leute bemützt zum gemeinsamen Singen zu bringen. Der dritte Wetteinsatz bleibe "eine Überraschung", so Wesemann nach Anfragen von Stadtverordneten wie Doris Dreßler (Die Linke) und Jürgen Rother (fraktionslos).

Rother nannte einen knöllchenfreien Tag als Wetteinsatz "pädagogisch gar nicht gut" und fragte Wesemann prompt: "Zahlen Sie dann den Einsatz?"

Der animierte an Jürgen Rother gewandt zu hoher Beteiligung und blieb optimistisch, dass es gelingt, 750 Leute zu versammeln, die gemeinsam singen. Wenn nicht, werde er wie angekündigt, mit Schülern einer Forster Grundschule Chemie-Experimente durchführen. Da sich bereits alle drei Grundschulen dafür gemeldet haben, werde die Schule, an der gemeinsam mit dem Bürgermeister experimentiert werden darf, per Los gezogen, kündigte Wesemann ein.

Der Bürgermeister bleibt auch bei dem umstrittenen Wetteinsatz für alle Kraftfahrer: "Wenn es dazu kommt, dass ich die Wette verliere, was ich nicht glaube, dann möchte ich den Forster Bürgern die Möglichkeit geben, am 18. Dezember einen Tag in Ruhe ihre Weihnachtseinkäufe zu machen, ohne, dass es Knöllchen gibt fürs Überziehen der Parkzeiten oder das Fehlen der Parkscheibe. Wobei ich darum bitte, das nicht auszunutzen und die Straßenverkehrsordnung einzuhalten." Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sollen den Kraftfahrern durchaus angezeigt, das Verwarngeld aber nicht erhoben werden, so Wesemann. Auf Kritiken an der Praxis eines knöllchenfreien Tages reagierte Wesemann mit dem Hinweis, dass andere Städte zu Weihnachten so etwas auch und generell zulassen.

Nach RUNDSCHAU-Informationen nimmt die Stadt jährlich knapp 90 000 Euro aus "Knöllchen" ein.

Kommentar: Na klar gehen wir hin - mit Mütze!