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Werkstattmitarbeiter bemalen ihr Trafohäuschen

Vor dem künftigen Kunstprojekt sprechen Grafikerin Margitta Bertko, Simone Schwarzenberg und Kathleen Hubrich (v.l.n.r.) über die Gestaltung.
Vor dem künftigen Kunstprojekt sprechen Grafikerin Margitta Bertko, Simone Schwarzenberg und Kathleen Hubrich (v.l.n.r.) über die Gestaltung. FOTO: kkz
Forst. Die Verschönerung der Forster Trafohäuschen wird in der kommenden Woche fortgesetzt. Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen und die Forster Malfreunde wollen gemeinsam die vier Außenflächen eines kleinen Stromhäuschens am Ebereschenweg gestalten. kkz

Es ist vom Arbeitsplatz der Behinderten, der Forster Werkstatt des Behindertenwerks Spremberg, gut zu sehen.

Angeleitet von Margitta Bertko, die einmal in der Woche ein Kreativangebot in der Werkstatt leitet, skizzierten die Behinderten schon im vergangenen Jahr ihre Gestaltungsvorschläge. Bunte Blumen, farbige Flächen, Bäume und Sonnen sind auf den Entwürfen zu sehen. Gemeinsam verschafften sich Simone Schwarzenberg von den Forster Malfreunden, Margitta Bertko und Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich einen Überblick. Die Wahl fällt schließlich auf eine flächige Gestaltung mit bunten Wellen. Ein Motiv, bei dem auch die Behinderten gut mitarbeiten können, denn dies ist das Ziel.

Entsprechend ihren Fähigkeiten will Grafikerin Bertko am Montag mit einer kleinen Gruppe das Häuschen grundieren. Und spätestens am Donnerstag werden Simone Schwarzenberg und zwei weitere Malfreunde gemeinsam mit den Behinderten Pinsel und Rolle schwingen und die hellen Flächen farbig gestalten. Die dafür nötigen Farben wurden bereits 2016 gekauft. Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich, die Stadtwerke Forst und die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg hatten damals gemeinsam das Projekt angeschoben. Nachdem die ersten bemalten Litfaßsäulen das Stadtbild belebten, entstand die Idee, die farbige Gestaltung auch auf die häufig mit Graffiti beschmierten Trafohäuschen auszudehnen. Eigentümer und Betreiber stellten Geld für die Farben zur Verfügung. Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich holte mit Graffiti-Künstler Maik Enge und den Forster Malfreunden die Kreativen in die Runde. Seitdem sind bereits sieben größere und kleinere Trafohäuschen gestaltet worden. Und kein Einziges sei seitdem beschmiert worden, freut sich die Stadtteilmanagerin.