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| 08:08 Uhr

Spree-Neiße
Wer macht ab Juli die Schulen des Kreises sauber?

Spree-Neiße. Vergabekommission sieht noch Klärungsbedarf.

Eine Vermittlung schien nicht mehr möglich, deshalb zog Landrat Harald Altekrüger (CDU) am vergangenen Mittwoch die Reißleine und nahm die Vergabe von Reinigungsleistungen von der Tagesordnung des Kreistags. Die Vergabekommission hatte zuvor die Zustimmung verweigert. Damit wird das Thema noch einmal in Ruhe – und im Fall von der Vergabekomission auch hinter verschlossenen Türen – diskutiert. Dass ist bei Vergaben durchaus üblich, weil sonst Anbieter mitbekommen, wie ihre Konkurrenz kalkuliert.

In diesem Fall geht es um die Gebäudereinigung und das Fensterputzen in den Schulen des Landkreises Spree-Neiße und den Schullandheimen – das Pücklergymnasium in Cottbus, die Oberstufenzentren des Kreises in Forst und Cottbus, die Gymnasien in Forst, Spremberg und Guben, die Regionalstellen der Volkshochschule, die Wohnheime in Cottbus und Forst sowie die Schullandheime in Burg und Jerischke.

Um auch kleinere Firmen berücksichtigen zu können, wurden die Aufträge in acht Losen ausgeschrieben – durchaus ein Mittel, um auch kleineren Unternehmen in der Region eine Chance zu geben. Immerhin werden die Aufträge – beginnend mit dem 1. Juli 2018 – für drei Jahre ausgeschrieben mit der Option zur zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr. Wer hier den Zuschlag bekommt, könnte also im besten Fall für fünf Jahre bei großen Objekten den Fuß in der Tür haben. Alle Aufträge zusammen machen allein 2019 ein Volumen von fast 800 000 Euro aus.

Allerdings hat das mit der Konkurrenz offenbar nicht überall geklappt: Die in vier Lose aufgeteilten Glasreinigungsaufträge hatten nur einen Bieter; die Aufträge für Guben und Spremberg sollten später erneut ausgeschrieben werden. Denn in der Ausschreibung war festgelegt, dass ein Bieter maximal zwei Lose bei der Gebeäudereinigung und bei der Glasreinigung gewinnen kann.