Für das Gebiet zwischen Cantdorf und der Vorsperre, einschließlich Wiesenteich, sollte eine Studie, abgestimmt mit den Interessenvertretern, für die nachhaltige Gestaltung dieser Flussaue erarbeitet werden, die Hochwasserschutz, Naturschutz, Landwirtschaft und Angelsport berücksichtigt. Dafür sollte "übriges Geld" ausgegeben werden. Die Ergebnisse können nach Bauabschnitten, "wenn Geld übrig ist", abgearbeitet werden. Für wildes Holzen braucht man keine Konzeptionen und bringt das "übrige Geld "schnell unter. Ich habe in den über fünfzig Jahren, in denen ich Wasserwirtschaftler und Naturschützer bin, noch keine großen Treibholzvorkommen in Wilhelmstal beobachtet, die einen für Cantdorf gefährlichen Hochwasserrückstau verursachen.

Vor zwei Jahren fand ein "wildes Holzen" am rechten Spreeufer hinter der Landesgrenze zu Sachsen in Richtung Brandenburg statt. Die geschlagenen Bäume blieben in Brandenburg liegen. In Sachsen bleiben sie stehen. Die Kochsa ist kein "Problem", es ist ein geschütztes Flusstal, Vattenfall hält künstlich den Wasserstand aufrecht, der NABU beobachtet über ein Monitoring Fauna und Flora in diesem mit vielen Arten der Natur besiedelten Gebiet. Ob der Wasser- und Bodenverband außer Abholzen auch das Pflanzen von Ersatzgrün beherrscht?