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Wenn der Paketdienst nicht klingelt

Paketzusteller stehen unter Zeitdruck, müssen aber Regeln beachten, versicht die Deutsche Post DHL.
Paketzusteller stehen unter Zeitdruck, müssen aber Regeln beachten, versicht die Deutsche Post DHL. FOTO: Fotolia/Ilan Amith
Forst. Ein Forster Ehepaar hat mehrfach erlebt, dass die Benachrichtigungskarte gleich eingeworfen wurde. DHL entschuldigt sich. Steffi Ludwig

Das Ehepaar Voelz wohnt in der Gubener Straße, am Ortsausgang von Forst. Bereits mehrfach sei es in der vergangenen Zeit vorgekommen, dass der Paketdienst DHL bei der Zustellung eines Paketes gar nicht erst geklingelt habe, sondern gleich die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen habe, beschwert sich Christine Voelz am RUNDSCHAU-Reporter-Telefon. "Mein Mann war am Fenster und dachte, jetzt wird es klingeln, aber nichts war", sagt sie. "Wir sollen die Pakete bei der Post abholen. Wir verstehen das nicht. Wir wohnen am Ortsausgang und ich bin 80 Jahre alt." Eine Nachfrage auf der Post habe nichts gebracht, sie hätten damit nichts zu tun, berichtet Rüdiger Voelz.

Generell gebe es für die Zusteller klare Regelungen für so einen Fall, erläutert Anke Blenn, Pressesprecherin der Deutschen Post DHL, auf Nachfrage. Immer müsse zuerst ein persönlicher Zustellversuch unternommen werden, erst dann werde der Empfänger mit einer Benachrichtigungskarte im Hausbriefkasten darüber informiert, wo seine Sendung zur Abholung hinterlegt wurde - zum Beispiel bei einem Nachbarn oder in einer Post-Filiale.

Wie es im Falle der Forster Familie Voelz gelaufen ist, kann Anke Blenn nicht ganz genau nachvollziehen, weil Rüdiger Voelz kein genaues Datum nennen kann - es sei jedenfalls schon mehrfach vorgefallen in der letzten Zeit, so Voelz. Und er bedauert: "Vorher war es anders."

"Meine Kollegen vor Ort haben die Rückmeldung der Familie Voelz zum Anlass genommen, mit allen in diesem Bereich eingesetzten Zustellern zu sprechen und auf die Vorgaben zur ordnungsgemäßen Auslieferung von Sendungen hinzuweisen", teilt Post-Pressesprecherin Anke Blenn gegenüber der RUNDSCHAU mit. "Wir möchten Familie Voelz um Entschuldigung bitten, sollte die Zustellung ihres Paketes nicht so erfolgt sein, wie sie zu Recht erwarten können."