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| 13:32 Uhr

Statistik
Weniger Verkehrsunfälle in Forst

Forst. Auch die Zahl der dabei Verletzten und Toten hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen.

In Forst sind im Jahr 2017 weniger Unfälle passiert als im Vorjahr. Damit reiht sich die Rosenstadt in den allgemeinen Trend der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße ein, wo ebenfalls ein Rückgang der Unfallzahlen zu verzeichnen war. Wie Bettina Groß, Leiterin der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße, in der Stadtverordnetenversammlung berichtete, ist es in Forst zu 512 Unfällen gekommen. Das sind elf weniger als noch 2016. Bei 52 Unfällen wurden Personen verletzt, 2016 waren es noch 67 gewesen. Auch die Zahl der Verletzten ist von 88 auf 69 gesunken. Glücklicherweise sei 2017 kein Mensch getötet worden, im Jahr davor war noch ein Toter zu verzeichnen.

Beim Blick auf die Unfallursachen müsse leider konstatiert werden, dass die Fälle, in denen Alkohol und Drogen die Auslöser waren, von fünf auf neun angestiegen sind, so Bettina Groß. Dafür sei positiv zu erwähnen, dass die Zahl der Vorfahrtsfehler um insgesamt 20 abgenommen habe. Auch konnten fünf Unfälle weniger, die durch zu wenig Abstand hervorgerufen worden, verzeichnet werden.

Zu hohe Geschwindigkeit als Ursache war in beiden Jahren ungefähr gleich häufig. Stark zugenommen haben die Wildunfälle: Hier stieg die Zahl von 71 auf 97. Dies lasse sich laut Bettina Groß schwer beeinflussen, da Abwehrmaßnahmen wie Blinkleuchten oder Sprühdosen oft nur kurzfristig Erfolg hätten, da sich das Wild an die Situationen gewöhne. Hier helfen aus ihrer Sicht nur die Reduzierung der Menge des Wildes durch Jäger und Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Ein negativer Trend in Forst sei weiterhin, dass die Zahl der Alkoholunfälle von vier auf acht gestiegen ist. Dafür sei die Zahl der folgenlosen Alkoholfahrten von 32 auf 13 gesunken. Dieser rapide Rückgang sei entweder damit zu erklären, dass wirklich weniger alkoholisierte Fahrer unterwegs waren oder dass es weniger Kontrollen gegeben habe, so Bettina Groß. Genau wie im Vorjahr hatte es 2017 einen Drogenunfall in Forst gegeben. Weiterhin wurden zwei folgenlose Drogenfahrten festgestellt – 2016 war noch gar keine nachgewiesen worden.

Erfreulich sei weiterhin anzumerken, dass die Zahl der Senioren ab 65, die einen Unfall verursacht haben, in Forst mit 120 gleich geblieben sei. In der Polizeiinspektion insgesamt seien hier steigende Zahlen zu verzeichnen. Die Gruppe der jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren, die für einen Unfall verantwortlich waren, ist von 51 auf 38 zurückgegangen. Dies erklärt Bettina Groß als deutliches Zeichen des demografischen Wandels. Die Zahl der Kinder von 0 bis 14 Jahren, die einen Unfall verursacht haben, sank leicht von sechs auf fünf. Die Altersgruppe zwischen 25 und 64 werde nicht extra als Unfallverursacher in der Statistik aufgeführt, sagte die Leiterin der Polizeiinspektion auf Nachfrage des Stadtverordneten Jürgen Rother (CDU).

(slu)