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| 16:45 Uhr

Forst
Weinfest-Besucher verkosten in Jerischke edle Tropfen

Winzer Hubert Marbach und der aus einem Eichenholzblock geschnitzten Wolf. Geschnitzt hat ihn der Dresdener Professor Ulrich Eißner, der zum Weinfest diesmal leider nicht kommen konnte.
Winzer Hubert Marbach und der aus einem Eichenholzblock geschnitzten Wolf. Geschnitzt hat ihn der Dresdener Professor Ulrich Eißner, der zum Weinfest diesmal leider nicht kommen konnte. FOTO: Danny Herzog
Jerischke. Die Brandenburger Landpartie wurde zum zweiten Mal auf „Marbachs Wolfshügel“ gefeiert.

Bereits zum dritten Mal infolge hat am Samstag das traditionelle Weinfest auf „Marbachs Wolfshügel“ in Jerischke stattgefunden. Von dem 152 Meter hohen Weinberg konnten die Gäste bei edlen Tropfen, regionalen Köstlichkeiten und Live-Musik von den „Rusty Boomers“ den Ausblick über die ruhig gelegene Landschaft genießen. Überwunden wurden die 18 Prozent Steigung entweder zu Fuß oder mit dem eingerichteten Shuttle. „Alles ist mit viel Liebe gemacht. Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre das nicht möglich gewesen“, stellte Winzer und Hauptorganisator Hubert Marbach fest.

Die Veranstaltung war, wie im vergangenen Jahr, Teil der 24. Brandenburger Landpartie. Im gesamten Land beteiligten sich zahlreiche landwirtschaftliche Unternehmen und Organisationen an der Aktion, um den Besuchern einen Einblick in die Arbeitsabläufe zu geben und ihre Produkte zu präsentieren. „Das erste Fest war nicht im Rahmen der Landpartie und der Zulauf der Besucher war fast zu hoch“, sagte Hubert Marbach. In diesem Jahr konnten sich die Gastgeber durch das verteilte Kommen und Gehen intensiver um die einzelnen Besucher kümmern.

„Ich finde es super, wie sich das Gelände im Laufe der Jahre aus dem Nichts entwickelt hat“, lobte Besucher und Freund des Winzers, Kay Behrendt, das weitreichende Areal.

Für das leibliche Wohl sorgten die Jerischker Landfrauen mit süßem Kuchen, Zwiebelkuchen und „Spundekäs“. Das Rezept hat das Ehepaar Marbach aus ihrer rheinländischen Heimat mit in die Lausitz gebracht. Frischkäse wird mit Frühlingszwiebeln, Kräutern sowie Wasser aufgerührt und mit Brot zum Wein gereicht.

Eine besondere Attraktion stellte der aus einem Eichenholzblock geschnitzte Wolf dar. Schöpfer ist der mit Hubert Marbach befreundete Dresdener Professor Ulrich Eißner. Der Wolf ist das Markenzeichen des Weinguts und somit auf den Weinflaschen abgedruckt.

Der einstige Radsportler Lutz Heßlich aus Cottbus nutzte die Gelegenheit für einen gemeinsamen Betriebsausflug mit den Angestellten seines Fahrradgeschäfts. Bei einem Fahrradverkauf lernten sie das Ehepaar Marbach kennen. „Wir haben den Wein im Supermarkt entdeckt und wollten uns das mal genauer anschauen. Ich bin begeistert“, erklärte Lutz Heßlich. Die anderen Gäste stimmten ihm zu. Den Rückweg trat die Gruppe sportlich mit ihren Profi-Rädern an.