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Weinfest-Gäste lassen sich edle Tropfen schmecken

Der Wein sorgte für eine gelöste Stimmung.
Der Wein sorgte für eine gelöste Stimmung. FOTO: aha1
Forst. Ein ständiges Kommen und Gehen hat am Samstag auf dem Weinberg "Marbachs Wolfshügel" in Jerischke geherrscht. Nicht nur Weinfreunde und Neugierige aus der Region, sondern auch aus Dresden, Hoyerswerda und Guben hatten sich dort zum zweiten Weinfest eingefunden, das gemeinsam mit dem Dorffest innerhalb der 23. Brandenburger Landpartie stattfand. aha1

Frank Mader, Vorsitzender des SV Döbern, hatte das Ziel sportlich mit dem Fahrrad angesteuert. "Der im Barrique-Fass gereifte Regent Cabernet Cortis war sehr gut", lobte er. Die edlen Tropfen ließ sich auch Jens Kaschky aus Döbern/Eichwege schmecken, dessen Großvater einst Jerischker Dorfoberhaupt war, erfreute sich an der Musik von Sven Sonsalla und Tino Unruh vom Duo "Rusty Boomers". Unter fünf Weinen aus Jerischke konnten die Besucher auf dem Plateau des sonnigen Südhangs wählen. "Alle Sorten waren heute sehr gefragt", sagte Gabi Klauke am Stand des Jerischker Dorfclubs, der nicht nur Wein anbot, sondern auch Kuchen der Frauen aus dem Ort sowie Spundekäs, den Hildegard Marbach nach einem Rezept aus ihrer rheinischen Heimat zubereitet hatte. Gleich nebenan pries Klaus Bernd, der "Käsewirt vom Ziegenhof Zur Wolffschlucht", Kanapees an.

"Einfach super", schätzte der Forster Bernd Horn die Qualität der Regionalweine ein. Kerstin Moogk aus Baruth, wo auf einem rekultivierten Weinberg der "Baruther Goldstaub" reift, stimmte ihm zu. Auf eine Entscheidung, welcher Wein besser sei, wollte sie sich als Lokalpatriotin allerdings nicht festlegen und sagte diplomatisch: "Der Brandenburger Wein schmeckt immer gut." Starkes Interesse registrierte Winzer Hubert Marbach auch bei Details zum Weinbau. "Im Gegensatz zur Pfalz, wo große Schäden auftraten, haben unsere spät treibenden Reben den Frost gut überstranden", sagte er und stellte eine reiche Ernte in Aussicht, falls die Schafskälte mild ausfalle.