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| 17:29 Uhr

Forst
Weihnachtsmarkt nimmt Form an

Am Montagnachmittag deckten die Mitarbeiter des Forster Betriebsamtes die Dächer auf die Weihnachtsmarkt-Hütten.
Am Montagnachmittag deckten die Mitarbeiter des Forster Betriebsamtes die Dächer auf die Weihnachtsmarkt-Hütten. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Vier neue Händler sind dabei. Straßensperrung für mehr Sicherheit an allen vier Tagen. Von Katrin Kunipatz

Viel Betrieb ist am Montag auf dem Platz vor der Stadtkirche. Wer eine überraschende Belebung des montäglichen Wochenmarktes vermutet, liegt falsch. Der Aufbau des Weihnachtsmarktes hat begonnen. Quer stehen die Fahrzeuge der Schausteller auf dem Platz. Ein Kinderkarussell ist zu erahnen – ein kleines Motorrad und ein Rennauto lugen hervor. Das Rondell der Eisenbahn steht bereits. Dazwischen dirigiert ein Händler seinen Hänger an die richtige Position. Und rund um den Platz stehen 20 noch unbedachte Holzhütten.

Die genaue Position jeder einzelnen Hütte ergibt sich aus dem Plan für den Weihnachtsmarkt. Am bewährten Konzept habe sich dieses Jahr kaum etwas geändert, erklärt Stefan Palm, Leiter des Eigenbetriebs Kultur, Tourismus, Marketing. Viel Spielraum gibt es nicht, denn der Platz rund um die Stadtkirche ist begrenzt. Neben den 20 Holzhütten für die Händler gibt es in diesem Jahr sieben mobile Stände. Dazu kommen die Schausteller mit Losbude, Karussell, Eisenbahn und Enten-Angeln, zählt Palm auf. Passend zum weihnachtlichen Ambiente gibt es auch in diesem Jahr wieder das „Lernort Natur-Mobil“. Und am Mittwoch dekorieren die Kindereinrichtungen der Stadt die fünf kleinen Weihnachtshütten.

Verantwortlich für den Aufbau aller Holzhütten ist das städtische Betriebsamt. Es lagert die Dach- und Seitenteile in den Sommermonaten ein. „Ganz besonders ist wichtig, dass die Lagerhalle trocken ist“, sagt Jens Avermann. Der Aufwand lohnt, denn die Hütten sind  etwa 15 Jahre alt und kommen auch bei den Rosengartenfesttagen sowie den Weihnachtsmärkten in Noßdorf und an der Villa Neiße zum Einsatz.

Gewandt rollt der Radlader über das Kopfsteinpflaster. Statt einer Schaufel ist vorn – ähnlich wie beim gleichnamigen Stapler – eine Gabel montiert. Mühelos hebt er so die einzelnen Dachhälften auf die Holzhütten. Zwei Mitarbeiter des Betriebsamtes sorgen an der Hütte für die korrekte Lage, während zwei weitere dem Radladerfahrer die Dachteile in die richtige Position drehen. Wortlos arbeiten die Männer. Blicke und sparsame Handzeichen reichen zur Verständigung. Und nach einer reichlichen halben Stunde sind alle 20 Weihnachtsmarkthütten gedeckt. Zum Schluss wird noch ein Edelstahlwinkel montiert, damit am First kein Wasser eindringt.

Jens Avermann, der den Bereich Grünflächenpflege leitet und auch für den Aufbau des Weihnachtsmarktes verantwortlich ist, freut sich über den Fortschritt. „Am längsten dauert es, die aus drei Teilen bestehenden Böden der Hütten gerade auszurichten“, erklärt er. Denn der Marktplatz ist nicht eben. Nach außen fällt das Pflaster um mehrere Zentimeter ab. Froh ist er auch, dass das Wetter mitspielt. Der Schnee der vergangenen Nacht war am Morgen getaut. So konnte der Aufbau sofort beginnen. „Wir hätten sonst den gesamten Platz erst beräumen müssen“, sagt Avermann.

Die Aufgaben für die nächsten Tage sind ebenfalls klar. Hausmeister der Stadt dekorieren die Hütten mit Außenlichtern. Mitarbeiter der BQS Döbern haben die Girlanden für das Eingangstor angefertigt. Es wird am Dienstag aufgestellt. Gleichfalls am Dienstag beginnen die Elektriker, die Stromversorgung für die Stände und Hütten aufzubauen. „Damit in diesem Jahr für alle genügend Strom zu Verfügung steht, hat die Stadt nachgerüstete“, erklärt Stefan Palm. Auch die Meinungsverschiedenheit mit der Bäckerei Merschank sei schon lange beigelegt, so der Eigenbetriebsleiter. Der Forster Bäcker hat wieder eine Hütte an der Südseite der Kirche.

Richtig neu auf dem Forster Weihnachtsmarkt sind in diesem Jahr vier Aussteller. Tommy Schulze, der im April die Bowlingbahn in der alten Tuchfabrik eröffnete, bringt eine Kinderbowlingbahn mit. Die Forster Likör- und Spirituosenfabrik hat einen eigenen Stand. Aus Großschönau reist Bettina Brendel an. Sie hat Felle und daraus hergestellte Artikel dabei, und von Brody kommt Pawel Kowalczuk mit seiner Gulaschkanone.

Bedacht hat die Stadt auch das Thema Sicherheit. „In Abstimmung mit der Polizei werden für die Zeit des Weihnachtsmarktes alle angrenzenden Straßen gesperrt“, erläuterte Jens Handreck bereits in der Stadtverordnetenversammlung. Geplant sei außerdem, ab Donnerstagmittag Betonklötze abzulegen, die eine Zufahrt unmöglich machen. Und wie in jedem Jahr habe bereits ab Montagabend der Wachschutz ein Auge auf den Weihnachtsmarkt. Dinge, die für die Besucher kaum spürbar sind; das Programm mit Chorgesang und abendlichen Konzerten ist davon unberührt.