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| 14:19 Uhr

Weihnachtsmarkt
Ein Zauber wie vor hundert Jahren

 Die Bademeuseler Blechkannen gehörten zu den kleinen und großen Musikern auf dem Noßdorfer Weihnachtsmarkt.
Die Bademeuseler Blechkannen gehörten zu den kleinen und großen Musikern auf dem Noßdorfer Weihnachtsmarkt. FOTO: Margit Jahn
Noßdorf. Der Weihnachtsmarkt in Noßdorf ist ein Geheimtipp. Von Margit Jahn

Was ist es, was den Charme des Noßdorfer Weihnachtsmarktes ausmacht? Viele Menschen sind hier am Wochenende unterwegs, die Straße ist zugeparkt. Die meisten kommen seit Jahren nach Noßdorf, aber manche sind auch zum ersten Mal da. So Familie Splettstößer auf Empfehlung von Freunden. Ins Schwärmen gerät die Familie, als sie den liebevoll geschmückten Platz rund um die Kirche mit den Hütten sieht. „Es ist hier viel schöner als auf dem Forster Weihnachtsmarkt, viel gemütlicher“ so ihr Eindruck.

Um 15 Uhr wird nach den Begrüßungsworten vom Heimatstubenleiter Günter Andreck der lange Stollen der Bäckerei Bräuer angeschnitten. Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubeneck und Rosenkönigin Stefanie II. helfen beim Verteilen. Binnen weniger Minuten ist der Stollen weg. Ursprünglich sollte er von der Bäckerei Fumfahr kommen, doch wegen Krankheit musste kurzfristig umdisponiert werden.

Die Bademeuseler Blechkannen geben vor der Kirche ihr musikalisches Ständchen, bevor es ein Gruppenbild der Ehrengäste auf dem Schlitten der Eiskönigin gibt. Dieser Schlitten ist auch später begehrtes Foto-Objekt. Günter Andreck bestätigt, dass viele schon nachgefragt haben, ob sie den Schlitten ausleihen könnten.

„Sind die Lichter angezündet“ ist das erste Lied, welches bei der Begrüßung mit den Gästen gesungen wird. Am Eingang wurde der Textzettel verteilt, trotzdem hört man Michelle Böhnisch, die das Lied anstimmt, fast alleine singen. Hier wäre noch etwas mehr Mut bei den Gästen gefragt. In der Kirche folgt ein bunter Musikreigen, den Michelle Böhnisch mit Weihnachtsliedern und Titeln ihrer neuen CD „Ultraleicht“ beginnt, bevor die Kinder der Archimedes-Grundschule ihr Weihnachtsprogramm aufführen und viel Applaus in der kleinen Kirche ernten. Fortgeführt wird das Programm von den Kindern der Kita „Regenbogen“ aus Noßdorf, den „Malxelerchen“, dem Noßdorfer Frauenchor, Wolfgang Dannat und dem Männergesangsverein Noßdorf.

Wer kein Sitzfleisch hat, kann einen Spaziergang auf das Schulgelände starten und sich zwischen Gänsen, Ziegen, Alpakas und Hasen wie auf dem Bauernhof fühlen. Gerade den Kleinen gefällt der Weg mitten durch die vielen Tiere. Ein Karussell und kleine Fahrgeschäfte sind weitere Renner auf dem Gelände und werden vom Nachwuchs gut angenommen.

Matthias Lehmann, der mit seinem Keramik- und Glasstand immer dabei ist, gefällt die besondere Atmosphäre, die auf dem kleinen Markt herrscht. Auch Barbara Kraus macht mit ihrer Familie einen Bummel. Sie sagt: „Ich bin hier früher zur Schule gegangen und freue mich immer, wenn ich alte Freunde treffe.“ Ihr gefällt besonders die Heimeligkeit des Marktes. Am Eingang des Marktes wird zur Kuschfahrt mit Lissy und Gina eingeladen. Die beiden Stuten ziehen die geschmückte Kutsche in einer kleinen Runde durch das Dorf. Mit Glockenschlag und Trompetenklängen von Christian Maas klingt der weihnachtliche Tag in Noßdorf aus.