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| 17:23 Uhr

Forst
Wasserrad bleibt wichtiges Projekt

Der Mühlgraben ist schon seit einiger Zeit fertig.
Der Mühlgraben ist schon seit einiger Zeit fertig. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Noßdorf. Förderverein Noßdorfer Wassermühle beantragt Fördermittel, um Schauwerkstatt einzurichten. Von Katrin Kunipatz

Fast einhundert Jahren ist es her, dass sich ein echtes Wasserrad an der Noßdorfer Mühle drehte. Wunsch des Fördervereins Noßdorfer Wassermühle ist es, diesen Zustand wieder herzustellen. Neben der Erhaltung der Gebäude auf dem Mühlengrundstück drehen sich seit vier Jahren die Gedanken der Aktiven auch um das Wasserrad.

Ein erster Schritt ist mit dem Neubau des Mühlgrabens vor zwei Jahren gelungen. Günther Buttermann habe daran planerisch und handwerklich großen Anteil gehabt, so Günther Mattern, der als historischer Nachtwächter von Noßdorf ebenfalls Mitglied des Vereins ist. Der zweite Schritt ist schwieriger. Es gibt keine Fotografien vom ursprünglichen hölzernen Wasserrad, berichtete Vereinsmitglied Günter Andreck. Deshalb haben sich Vereinsmitglieder um Sigmar Tilgner daran gemacht, einen Prototyp zu bauen. Ein anderer Gedanke sei es, ein hölzernes Wasserrad im Originaldurchmesser von vier Metern und einer Breite von einem Meter bei einem Mühlradbauer fertigen zu lassen, erklärt Mario Kloas, stellvertretender Vereinsvorsitzender. Dies würde bis zu 15 000 Euro kosten. Der Förderverein ist dabei auf Spenden angewiesen. Dank glücklicher Umstände sei das US-amerkianische Unternehmen UAC (Universal Alloy Corportation) auf das Projekt der Noßdorfer aufmerksam geworden und habe beim Mühlenfest eine Spende übergeben, so Kloas. „Zusätzlich muss ein Antrieb geschaffen werden, damit das Wasserrad tatsächlich mit Kraft arbeiten kann“, erklärt er. Geplant sei außerdem, im Turbinenschacht die Francis-Turbine wieder in Betrieb zunehmen. Mit einem Modell der Dampfmaschine, die ebenfalls in der Noßdorfer Mühle zum Einsatz kam, könnte man den Besuchern drei verschiedene Antriebsarten zeigen.

In diesem Jahr wird noch nicht klappen. Nächste Höhepunkte sind der Internationale Museumstag am 8. September und die Beteiligung am Noßdorfer Weihnachtsmarkt am 22. Dezember. Außerdem habe man Fördermittel beantragt für den Umbau des ehemaligen Stalls in eine Schauwerkstatt, in dem auch der Verein Räume bekommen soll, so Kloas.