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| 15:23 Uhr

Warum nach Zelz keine Kreisstraße führt

Neiße-Malxetal.. Ablehnend hat sich der Kreis zu einem Vorschlag des Jerischker Ortsbürgermeisters Wilfried Koinzer geäußert.

Koinzer hatte am Dienstag während der Gemeindevertretersitzung Neiße-Malxetal im Zusammenhang mit der geplanten Rückstufung der Landesstraße 49 (Döbern - Preschen) in eine Kreisstraße vorgeschlagen, dass auch die Verbindungen von Jerischke zu den Ortsteilen Pusack, Zelz und Bahren Kreisstraßen-Status bekommen sollten.
Wohl nicht ohne Hintersinn: Dann nämlich wäre der Kreis - und nicht mehr die Gemeinde - Baulaustträger und müsste für Reparaturen und Sicherheit sorgen.
Der amtierende Baudezernent des Kreises, Olaf Lalk, sieht für eine Umwidmung der Gemeindestraße nach Pusack, Zelz und Bahren in eine Kreisstraße aber weder die Notwendigkeit, noch die gesetzlichen Voraussetzungen. "Eine Kreisstraße muss einen Gemeinde übergreifenden Charakter haben" , so Lalk. Der sei bei einer Straße, die lediglich Ortsteile innerhalb einer Gemeinde verbinde, nicht gegeben.
Hintergrund der Diskussion in der Gemeindevertretung ist ein "Tausch" zwischen Kreis- und Landesstraßen. Fest steht nach Auskunft von Lalk bereits, dass die Landesstraße 49 zwischen Döbern und Preschen künftig in die Kategorie Kreisstraße falle. Davon ausgenommen ist die Ortsdurchfahrt in Preschen, die dann den Status einer Gemeindestraße hätte.
Der Preschener Ortsbürgermeister Bernd Rosmej will deshalb noch versuchen, beim Brandenburgischen Straßenbauamt Reparaturen an der Straße innerhalb des Ortsteils zu erreichen. Damit würden die Kosten anstehender Ausbesserungen für die Gemeinde reduziert.
Der "Straßentausch" zwischen Kreis und Land sieht auch vor, dass die Kreisstraße 7101 zwischen Eichwege und Autobahn voraussichtlich im kommenden Jahr zu einer Landesstraße erklärt wird, da sie auch im Landesmaßstab eine Bedeutung hat und beispielsweise bei Sperrungen der Autobahn als Umleitungsstrecke genutzt wird.
Weitere Neuklassifizierungen innerhalb des Kreisgebietes sind im Gespräch, allerdings noch nicht spruchreif, so Lalk. "Wir haben unsere Vorschläge dem Land mitgeteilt." (js/mf)