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| 19:30 Uhr

Zukunft der Mieterberatung in Forst
Raum für Mieterbund gesucht

 Kerstin Kircheis und Thomas Schulz vom Mieterbund Cottbus-Guben und Umgebung vor den bisherigen Räumen in der Cottbuser Straße in Forst.
Kerstin Kircheis und Thomas Schulz vom Mieterbund Cottbus-Guben und Umgebung vor den bisherigen Räumen in der Cottbuser Straße in Forst. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Warum die Fusion des Forster Mietervereins mit dem Cottbuser Mieterbund so schwierig ist. Von Steffi Ludwig

Wie geht es weiter mit den Räumlichkeiten des bisherigen Forster Mietervereins in der Cottbuser Straße? Oder wird es neue geben, wo auch beraten wird? Das  fragte eine Leserin am RUNDSCHAU-Reporter-Telefon. Denn der Forster Mieterverein war mit dem Mieterbund Cottbus-Guben und Umgebung fusioniert. Keine leichte Aktion, wie Kerstin Kircheis, Vorstandsvorsitzende des Mieterbunds Cottbus-Guben und Umgebung, und ihr Schatzmeister, Rechtsanwalt Thomas Schulz, auf Nachfrage erklären.

Schon 2016 sei die Anfrage des Forster Mietervereins an sie herangetragen worden, ob Forst mit übernommen werden könne. Denn der bisherige Forster Vorsitzende Detlef Neumann, der sein Amt aus Altersgründen abgeben wollte, fand einfach keinen neuen Vorsitzenden. Im November 2017 hätten dann die Mitglieder beider Vereine die Fusion beschlossen, Anfang 2018 sei beim Notar der Vertrag unterzeichnet worden. „Das Problem war jedoch, wie wir später feststellten, dass die beiden Forster, die unterzeichnet haben, zu dem Zeitpunkt keine Vereinsmitglieder mehr waren“, so Kerstin Kircheis. Deshalb habe sich das Prozedere bis September 2018 hingezogen, erst dann habe der neue Verein eine Übersicht über die Finanzen des Forster Vereins bekommen. Und die sahen laut Kerstin Kircheis nicht so rosig aus, da in Forst ein Mitgliedsbeitrag von nur drei Euro gezahlt werde, im restlichen Verein 7,50 Euro. Zwar habe der Forster Verein immer recht gute Rücklagen gehabt. „Da sich unser Verein nur über Mitgliedsbeiträge finanziert, können wir den Forstern aber für die drei Euro nicht das volle bisherige Angebot geben“, so Kircheis. Und nur die Forster Beiträge im Gesamtverein zu erhöhen, funktioniere rechtlich nicht – im Zuge dessen müssten auch die Beiträge der anderen Mitglieder erhöht werden, und das sei nicht machbar.

Das bedeutet nun, dass aus diesen finanziellen Gründen die bisherigen Räume in der Cottbuser Straße in Forst zum 31. Januar gekündigt sind. Bis dahin werden jedoch die Mietersprechstunden immer mittwochs von 16 bis 19 Uhr abgehalten, so Kircheis und Schulz. „Für die Zeit danach sind wir mit Hochdruck dabei, ein Angebot zu erarbeiten, denn wir wollen die Beratung vor Ort in Forst nicht aufgeben.“ Angestrebt werde eine Lösung wie in Guben: Dort werde einmal im Monat eine Sprechstunde angeboten, was sehr gut angenommen werde. Für dieses Angebot werde in Forst ein Raum gesucht.  Gespräche mit Stadt, Forster Wohnungsbaugesellschaft und anderen Vermietern seien bisher jedoch ohne Erfolg gewesen, so Kerstin Kircheis.

Die Forster könnten jedoch auch das volle Angebot in Cottbus nutzen; vor Ort (Berliner Straße 138) oder per Telefon (jeden zweiten und vierten Montag von 14 bis 17 Uhr, Telefon 0355 702204). „Wir hoffen, dass sich auch mit den Forstern ein gutes Vertrauen aufbaut wie mit den Gubenern, mit denen wir seit 2002 im Verein zusammenarbeiten“, so Kerstin Kircheis. „Wir würden uns auch über einen Forster im Vorstand freuen. Denn die stellvertretende Vorsitzende Ilse Jannaschk ist Gubenerin.“ Der Mieterbund Cottbus-Guben und Umgebung hat rund 1600 Mitglieder, im Forster Bereich sind es nach vielen Austritten nur noch knapp 300, so Kircheis.