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| 01:11 Uhr

Wahlsiege und Anrüchiges

Döbern.. Mit „Kille, kille, Döbern helau!“ begrüßten die Närrinnen und Narren am Sonnabendabend im Deutschen Haus das Prinzenpaar, seine Herrlichkeit Arnim I. und ihre Lieblichkeit Kerstin. Sie wurden begleitet von den Hofdamen Jessica und Rommy, vom Spielmannszug, Elferrat und der Funkengarde. Mit der Ansprache des Prinzen an sein Volk und mit dem Tanz der Funken begann das traditionelle närrische Treiben. Von Gerd Kundisch

Schlager zur fünften Jahreszeit und Schunkelwalzer durften ebenso wenig fehlen wie der Auftritt von „Friseurmeister“ Frank Mader, der den Kopf von Markus Stabler unter die Schere nahm. Wie es beim Frisör üblich ist, wurde über dieses und jenes, vor allem über die kommunale Politik philosophiert.
So habe FDP-Koch (Bürgermeister Eberhard Koch) nur die Wahl gewonnen, weil sein Herausforderer Gerd Döhler mit Anwälten und Klageschriften zu tun gehabt hätte. Die Christdemokraten steckten derweil ihre Nase „voll in die Sch. . .“ der stinkigen Aborte des Deutschen Hauses und forderten nun neue Toilettenanlagen. Von der PDS sei gar nichts zu hören. Andere wiederum forderten eine verkehrsberuhigte Zone in der Aufbaustraße. Proteste gebe es bereits von den Anliegern, so jedenfalls war es im Frisiersalon zu hören, denn die Betroffenen wollen ihren Verkehr behördlicherseits nicht eingeschränkt wissen.
Einen flotten Piratentanz legten die Tanzmäuse aufs Parkett. Und die jungen Männer aus der Stadt entledigten sich ihrer Klamotten zur Musik „Village People“ . Glanzpunkte des Abends setzten sowohl die „Liliputaner“ als auch „Siegfried & Roy“ alias Georg Nennewitz, Axel Sittig und Falk Hahnewald - letzterer noch im Rollstuhl und mit dem Tiger am Hals.
Die Döberner Chorknaben kamen nicht umhin, den Holzmichel hoch leben zu lassen. Mit vollem Schwung zeigten die Dance-Girls, wie vor vielen Jahrzehnten der Cancan die Bühnen der Welt eroberte und die Herzen höher schlagen ließ. So auch bei den Döberner Jecken, die lautstark Zugaben forderten.