PDS vielfach ein Stimmensplitting betreiben und mit einer zweiten Stimme rechtsradikal wählen würden. Die Äußerungen Reinfelds haben für ein vielfältiges Echo gesorgt (die RUNDSCHAU berichtete).
Nun mischt sich auch der Forster Kämmerer Peter Hans in die Diskussion ein. Der Verwaltungsangestellte war Beauftragter für die Bundestagswahl in Forst. Peter Hans verweist in einem Schreiben an die RUNDSCHAU, dass bei der letzten Landtagswahl die rechtsextreme DVU nur auf der Landesliste kandidiert hätten. Die DVU-Wähler mussten entweder die Erststimme ungültig machen oder den Bewerber einer anderen Partei wählen. Die Auswertung der Wahl durch den Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik hätte ergeben, dass 5,74 Prozent der PDS-Wähler, die Zweitstimme der DVU gegeben hätten. Von den 71 041 DVU-Wählern hätten sogar 30 Prozent mit Erststimme PDS gewählt. Damit sei der Stimmenanteil bei der PDS so hoch wie bei keiner anderen Partei. Ohne es auszusprechen, unterstützt Peter Hans damit die These seines Chefs, dass der linke und der rechte Rand des Parteienspektrums zumindest bei der Wählerschaft dicht beieinander liegen würden.
Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS in Forst, Ingo Paeschke, sagte auf Anfrage der RUNDSCHAU, dass er kein Problem damit habe, eine derartige Analyse zu betreiben. Jedoch zeigten die Einlassungen des Bürgermeisters dessen politisch problematische Grundhaltung. Er solle akzeptieren, dass auch die Linkspartei.PDS zum Spektrum der demokratischen Kräfte gehöre. (brs)