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| 01:03 Uhr

Vor der Heimreise in die Lagune

Auf Wiedersehen! Bevor es gestern mit dem Zug nach Hause ging, tummelten sich die Kinder gemeinsam mit Betreuerin Galina Pronjko (57) im Lagunen-Wasser von Tropical Islands.
Auf Wiedersehen! Bevor es gestern mit dem Zug nach Hause ging, tummelten sich die Kinder gemeinsam mit Betreuerin Galina Pronjko (57) im Lagunen-Wasser von Tropical Islands. FOTO: Foto: Tilo Winkler
Brand.. „Wir lassen die Kinder hier, dann gehen wir gemeinsam einkaufen – in Ruhe, unter Frauen“ , sagt Karin Weber (51) aus Schönwalde und schmunzelt. Tilo Winkler

Während Alesia (12) und Anna (17) im Tropical Islands am Freitagnachmittag gemeinsam mit weiteren elf Kindern den Eingangsbereich in Richtung Lagune durchqueren, greift sich Gastgeberin Karin Weber Mutter Emma Drab (39) zum stressfreien Shoppen.

Gestern ging es nach Hause
Inzwischen sind Drabs fast wieder zu Hause in Neswisch, einem Ort irgendwo zwischen Minsk und Brest in Weißrussland gelegen. Gestern traten sie per Bahn die Heimreise an.
Die Familie gehörte zu jenen, die der Kinderhilfsverein für Tschernobyl über den Jahreswechsel zu den Gasteltern in die Lübbener und Luckauer Region eingeladen hatte. Die meisten sind Waisenkinder, darunter auch der 13-jährige Sachar aus Sabolote. Der Junge verlebte die Feiertage bei Familie Schiemenz in Schlabendorf (die RUNDSCHAU berichtete).
Vereinsvorsitzende Brigida Melzer (67) hatte den Besuch im Tropenparadies möglich gemacht: Sie fragte einfach nach kostenlosen Eintrittskarten und bekam sie prompt.
„Im Sommer fehlte mir die Zeit, die Kinder zu betreuen. So habe ich über Weihnachten eben die ganze Familie eingeladen“ , erzählt Karin Weber. Im Sommer war Wahlkampf. Jetzt ist die 51-Jährige PDS-Landtagsabgeordnete.
Für Betreuerin Galina Pronjko (57) steht fest: „Es waren sehr schöne Wochen für die Kinder.“ Sie selbst konnte nur wenige Tage in Deutschland bleiben, kam erst kurz vor der Abreise wieder zurück, um die Kinder abzuholen. „Ich musste arbeiten.“ Die 57-Jährige kümmert sich in Minsk um Waisen.

Blickkontakt statt reden
Auch Joachim Herzog aus Mochow begleitet sein 14-jähriges Gastkind Tanja an die künstliche Lagune. „Die Kommunikation scheitert zwar an den Sprachbarrieren. Aber wir verstehen uns trotzdem“ , sagt der 69-Jährige. „Mal ist es ein Blickkontakt, mal nehme ich sie einfach in den Arm.“