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| 02:36 Uhr

Von Promnitzau will Forst erobern - musikalisch

Franns Wilfried Promnitz von Promnitzau
Franns Wilfried Promnitz von Promnitzau FOTO: pr
Forst/Lubsko. Anlässlich des diesjährigen 16. Internationalen Kammer- und Orgelmusikfestivals will Franns Wilfried Promnitz von Promnitzau die Herzen der Forster und ihrer Gäste mit Musik erobern. red/B.M.

Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Von Promnitzau sang als Junge im Dresdner Kreuzchor und studierte in seiner Heimatstadt Dresden Dirigieren, Klavier und Komposition. Gleichzeitig ließ er sich in den Fächern Orgel (Hans Otto), Cello und Gesang ausbilden. Angeregt durch Kurse bei Prof. Harald Vogel und durch mehrjährige Konzerterfahrungen an den ältesten Orgeln der Niederlande, wandte er sich frühzeitig der historischen Aufführungspraxis und alten Spielweisen zu. Noch während seines Studiums war er als stellvertretender Chorleiter der Dresdner Singakademie und des Philharmonischen Chores Dresden tätig. Als jüngster Dirigent ging er in die Geschichte der Staatsoper Dresden ein, wo er sieben Jahre als Solo-Repetitor und Kapellmeister wirkte. Heute gastiert er als Konzertorganist an den bedeutendsten Orgeln Europas.

An diesem Sonntag eröffnet Franns Wilfried Promnitz gemeinsam mit Aleksandra Bry{lstrok}a (Violine) und Natalia Hycak (Cembalo) um 18 Uhr in der Nikolaikirche in Forst das 16. Internationale Kammer- und Orgelmusikfestival. Das Festival findet zum vierten Mal in Forst statt. Aufgeführt werden Werke von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann.

Für die Familie von Promnitzau ist es nicht die erste Begegnung mit Forst. Als eine der ältesten sächsischen Adelsfamilien besaß sie 1559 unter anderem die Herrschaft Sorau und hinterließ dort eine noch heute beeindruckende Schlossanlage. Als im Jahr 1667 die Familie von Biberstein in Forst erloschen ist, sollte ihnen auch diese Herrschaft zufallen. Es kam aber zu tumultartigen Auseinandersetzungen mit dem Gesandten des Herzogs von Sachsen-Merseburg mit Schlossbesetzung und Schüssen. In der Folge wurde die damalige Herrschaft geteilt.

Die Familie von Promnitz erhielt Pförten, wo sie ein Schloss errichtete, das heute als Brühlsches Schloss bekannt ist. 1726 verkaufte die Familie Pförten an den Reichsgrafen von Watzdorf, später vereinigte Graf Brühl wieder die getrennte Herrschaft Pförten und Forst. Der Eintritt ist frei. Um eine Kollekte wird gebeten.