Von Steffi Ludwig

Er wurde vor knapp drei Jahren ins Leben gerufen, und mittlerweile  – nach einer etwas längeren Findungsphase – hat sich der Forster Kinder- und Jugendbeirat schon in einer ganzen Reihe Projekte der Stadt eingebracht. Damit auch die neugewählten Forster Stadtverordneten über die engagierte Jugend Bescheid wissen, trifft sich der Beirat am Montag erstmals in einer Sondersitzung mit den Fraktionsvorsitzenden, berichtet Vorsitzender und Sprecher Niels Abendrot (18). Und auch in der abendlichen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Sport werde der Kinder- und Jugendbeirat dabei sein.

Forster Kinder- und Jugendbeirat auf Instagram und Facebook

Neu gewählt worden war das Gremium bei der letzten Kinder- und Jugendversammlung im November 2018. Dabei sind mit Niels Abendrot, Isabel Wiener (16) und Martyna Mach (17), die im Vorstand arbeiten, viele „alte Hasen“, die seit Anfang an mitwirken.

„Aber auch jüngere Schüler ab zehn Jahre machen mit, die von uns lernen können“, so der Vorsitzende, der inzwischen eine Ausbildung als Erzieher begonnen hat, aber gerne weiter dabei ist. Seitdem der zweite Beirat arbeitet, habe er auch die Öffentlichkeitsarbeit verbessert und inzwischen auch eine E-Mail-Adresse und eine Facebook-Seite angelegt.

„Das ist eher für die Erwachsenen zur Kontaktaufnahme“, bemerken die Vorstandsmitglieder schmunzelnd. Denn die Jugend kommuniziere ja vorrangig über Instagram, wo auch der Beirat regelmäßig Storys poste und schon fast 50 Abonnenten habe.

Kinder- und Jugendbeirat arbeitet an Mülleimergestaltung in Forst

Aktuell arbeite der Beirat an einem wichtigen Projekt: der Mülleimergestaltung in Forst, wie Martyna Mach erklärt. In den sozialen Medien sei immer wieder der Wunsch der Bürger aufgekommen, dass mehr Ordnung in der Stadt herrschen müsse.

Die Jugendlichen haben festgestellt: „Viele Mülleimer sind kaputt, zu klein oder fehlen ganz.“ Deshalb haben sie Forster Mülleimer erfasst und mögliche, meist auch humorvolle Gestaltungen gesammelt. Ob als Krümelmonster gestaltet oder mit Sprüchen wie „Zeit für Gefülle“ versehen – Möglichkeiten haben die Jugendlichen einige zusammengetragen.

„Wir sind hier im Gespräch mit der Stadt, die unser Projekt grundsätzlich gut findet, und haben im Oktober einen Termin mit der Bürgermeisterin, mit Verwaltungsvorstand Sven Zuber und weiteren Verantwortlichen“, so Niels Abendrot.

Neugestaltung des Forster Kinder- und Jugendzentrums

Engagiert mitgearbeitet hat der Kinder- und Jugendbeirat auch bei der Neugestaltung des Kinder- und Jugendzentrums in der Gubener Straße, dem ehemaligen Jugendklubhaus „Eastside“. Hier hatte der Beirat auch eine Umfrage unter den Kindern und Jugendlichen gemacht. „Viele unserer Anregungen, wie beispielsweise ein Tischkicker oder eine Küche, sind aufgenommen worden“, berichtet Isabel Wiener. Hier habe es auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Nix-Verein gegeben, der generell mit den Jugendlichen seit Anfang an in einem engen Kontakt stehe. „Sie motivieren uns, uns noch mehr einzubringen und erklären uns beispielsweise auch die rechtlichen Möglichkeiten“, lobt der Vorstand.

Einmal im Montag treffen sich die Jugendlichen zudem mit Verwaltungsvorstand Sven Zuber, mit Fanny Blatt, Sachbearbeiterin Sucht- und Drogenprävention/Gesundheitsförderung,  und Andreas Kaiser, Fachbereichsleiter Bildung und Soziales. So kamen auch die Beteiligungen der Jugendlichen an städtischen Veranstaltungen wie dem Tag der Städtebauförderung, dem Interkulturellen Stadtpicknick und beim Frühjahrsputz zustande.

Wünsche, wo die Jugend mitreden würde, gibt es viele, beispielsweise beim Programm der Rosengartenfesttage oder dem Weihnachtsmarkt. Ab Montag dürften sie zumindest die Bekanntheit innerhalb der Stadt erhöht haben.