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Volleympics in den Startlöchern

Volleyballbegeistert sind (v.l.) Anne Willsch, Alina Gäbler und Yasemin Wichmann. Die drei Gymnasiastinnen sind der Kern des Organisationsteams.
Volleyballbegeistert sind (v.l.) Anne Willsch, Alina Gäbler und Yasemin Wichmann. Die drei Gymnasiastinnen sind der Kern des Organisationsteams. FOTO: kkz
Forst. Noch zehn Mal schlafen und dann beginnt das größte Volleyballturnier für Jugendliche in Forst. Alina Gäbler und Anne Willsch, die beiden Hauptorganisatorinnen, sind entspannt. Katrin Kunipatz

"Wir liegen im Zeitplan", sagt die Elftklässlerin Alina. Anne und Yasemin Wichmann, die ebenfalls viele Aufgaben im Org-Team übernimmt, stimmen ihr zu.

Das Stadion ist gebucht. Der SV Malxe und der Nix-Verein stellen Ständer und Netze für die insgesamt zwölf Volleyballfelder bereit, die im Stadion am Wasserturm aufgebaut werden. Die Farbe für die Spielfeldmarkierungen ist besorgt. Die T-Shirts sind da und die zwölf nagelneuen Mikas-Bälle brauchen nur noch aufgepumpt werden. An Verpflegung für die Turnierteilnehmer und Musik haben die Organisatorinnen gedacht. Sobald alle Teams gemeldet sind, kann der Spielplan erstellt werden. Die Verantwortung dafür hat das Org-Team an den Planer der zurückliegenden Volleympics delegiert. Und auch sonst unterstützten die bisherigen Organisatoren die Schülerinnen bei allen Fragen zur Vorbereitung dieses großen Volleyballturniers. Beim Rückblick auf die vergangenen vier Monate sind Alina und Anne erstaunt, wie viel sie zusätzlich zur Schule und den vielen Verpflichtungen geschafft haben. "Es war interessant", resümiert Alina Gäbler. "Zeitweilig gab es wenig Schlaf, weil wir uns oft abends für die Absprachen getroffen haben", ergänzt Anne Willsch.

Richtig anstrengend wird es noch einmal zwei Tage vor den Volleympics. Ab Donnerstag ziehen die Organisatorinnen mit Schlafsack und Isomatte im Stadion ein. Um den Einkauf von Essen und Getränken sowie den Aufbau der Felder und Versorgungszelte koordinieren zu können, haben sie im Gymnasium eine Freistellung beantragt. Insgesamt 40 Helfer braucht es, damit Samstag um 9 Uhr zur Eröffnung des Turniers alles bereit ist. "Gern können sich tatkräftige Helfer, die Ahnung vom Aufbau eines Volleyballfeldes haben, noch bei uns melden", sagt Yasemin Wichmann.

Ansonsten freuen sich die Drei auf das Turnier. Obwohl sie als Teil der Organisatoren am Samstag schon ab 5 Uhr für alle anderen das Frühstück machen und auch sonst stets und ständig irgendetwas erledigen müssen. Aber die Freizeit-Volleyballerinnen lassen es sich nicht nehmen, selbst mitzuspielen. Eine zusätzliche Überraschung gab es am vergangenen Freitag: Jessica Schmidt - schon immer Teil der Mannschaft "Mut zur Lücke" - wurde zur Rosenkönigin gekürt. Nun überlegen die jungen Frauen, ob sie ihrem Team einen neuen Namen geben sollten. Schließlich ist es etwas Besonderes, die Rosenkönigin beim Turnier und noch dazu im eigenen Team zu haben.

Erst am Sonntag gegen 17 Uhr, wenn die letzten Gummibärchen und Sektflaschen an die Teilnehmer und die Preise an die Gewinner verteilt sind, können Alina, Anne und die anderen Organisatoren durchatmen. Abbauen geht meist schneller.

Schon jetzt mit der Erfahrung der zurückliegenden Monate sind sich Anne Willsch und Alina Gäbler sicher: Im kommenden Jahr wollen sie die Volleympics trotz des zu erwartenden Abistresses wieder organisieren. Nur einen Termin gibt es noch nicht. "Es kostet viel Zeit und gibt echt viel Stress", so Anne. "Aber danach kann man stolz sein, denn so was, macht nicht jeder."

Zum Thema:
Das Volleyballturnier findet in diesem Jahr zum elften Mal in Folge statt und steht unter dem Motto "Grenzenlos Fairplay".Am 8. und 9. Juli treffen sich 72 Teams im Stadion am Wasserturm, um in drei Spielklassen die besten Mannschaften zu ermitteln. Insgesamt werden rund 500 Teilnehmer erwartet. Die meisten Spieler sind zwischen zwölf und 25 Jahren alt. Sie kommen überwiegend aus Forst und der Lausitz. Noch können sich Teams im Internet anmelden unter www.volleympics.de