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| 10:07 Uhr

Forst
Volksbank blickt positiv auf abgelaufenes Geschäftsjahr

Forst. Einlagen und Kundenkredit sind 2017 weiter gestiegen. Von Katrin Kunipatz

Positiv schaut die Volksbank Spree-Neiße auf das Jahresergebnis 2017. Präsentiert wurden die Zahlen von den Vorständen Frank Baer und Jürgen Stender bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag in der Mehrzweckhalle in Forst.

Seit 65 Jahren ist Günther Graßmann Mitglied der Volksbank. Dafür gab es bei der Generalversammlung Blumen von der Rosenkönigin und eine Urkunde.
Seit 65 Jahren ist Günther Graßmann Mitglied der Volksbank. Dafür gab es bei der Generalversammlung Blumen von der Rosenkönigin und eine Urkunde. FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Laut Jürgen Stender habe sich die Volksbank Spree-Neiße gut im Wettbewerb behauptet. Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,1 Prozent auf 231,2 Millionen Euro. Eine Ursache für diese Erhöhung seien die um 4,0 Prozent gestiegenen Einlagen, so Stender. Insgesamt 196,8 Millionen Euro haben die Volksbankkunden angelegt – aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen jedoch oft nur als kurzfristige Geldanlage.

Gegenüber dem Vorjahr wurde das Kreditvolumen auf jetzt 134,6 Millionen Euro gesteigert. Die Volksbank Spree-Neiße verzeichnete im Jahr 2017 einen Zuwachs um 17,3 Prozent, nachdem bereits im Jahr 2016 das Kreditvolumen um 15 Prozent gestiegen war. Hier wirke das niedrige Zinsniveau positiv und mache manche Investitionsentscheidung leichter, erläutert Stender. Die Kredite seien an mittelständische Firmen und Privatkunden vergeben worden.

Vorstand Jürgen Stender präsentierte bei der Generalversammlung der Volksbank Spree-Neiße die Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres.
Vorstand Jürgen Stender präsentierte bei der Generalversammlung der Volksbank Spree-Neiße die Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres. FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Die Entwicklung bei den Mitgliedern stagniert auf einem hohen Niveau. Obwohl 168 Anteilseigner im vergangenen Jahr neu dazu kamen, zählte die Volksbank Spree-Neiße zum 31. Dezember 2017 in der Summe 24 Mitglieder weniger als noch ein Jahr zuvor. Damals vermeldete Stender mit 5712 Mitgliedern einen neuen Rekord. Die jetzt 5688 Teilhaber der Genossenschaftsbank erhalten für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder eine Dividende von drei Prozent, entschied die Generalversammlung am Freitag.

Weiterhin engagiert war die Volksbank Spree-Neiße im vergangenen Jahr wieder bei der Unterstützung von Vereinen und Projekten. Beispielhaft nannte Vorstand Frank Baer den Pfingstpreis der Steher in Forst oder den Wettbewerb „jugend creativ“. Schon am kommenden Wochenende findet in Bad Muskau unterstützt durch die Volksbank das Konzert „Jazz im Park“ statt. Außerdem habe man eine Möglichkeit gefunden, das Volksbank-Familienkino im Rahmen der Spremberger Filmnächte in diesem Jahr durchzuführen. Kaum verändert hätten sich gegenüber den zurückliegenden Jahren die Herausforderungen für die Genossenschaftsbank. Baer nannte die anhaltende Niedrigzinsphase, die starke Zunahme der Regulatorik und die zunehmende Digitalisierung. Jedoch sei die Volksbank Spree-Neiße dafür gut gerüstet. „Wir konzentrieren uns auf das Kreditgeschäft. Es ist der Ursprung und damit die Kernkompetenz unserer Genossenschaftsbank“; so der Vorstand.  

Als Vertreter des Prüfungsverbandes bescheinigte Mario Kiesling der Volksbank Spree-Neiße im zurückliegenden Geschäftsjahr gut, korrekt und ohne Risiko gewirtschaftet zu haben. Entsprechend entlasteten die 435 anwesenden Mitglieder Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Auflauf ihrer Amtszeit wurden Ernst Neumann und Stefan Nikolaus erneut in den Aufsichtsrat gewählt.