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| 17:18 Uhr

Wer wird neuer Verwaltungschef in Döbern-Land
Vier Bewerber um Chefposten in Döbern-Land

Döbern. Vier Bewerber um den Amtsdirektor-Posten in Döbern-Land haben bis zum Ende der Ausschreibungsfrist ihre Unterlagen eingereicht. Die Verwaltung prüft jetzt die Kandidaten. Eine endgültige Entscheidung wird im Mai erwartet. Von Sven Hering

Das erste Geheimnis ist seit Dienstagnachmittag gelüftet: Auf die Ausschreibung der Stelle des Amtsdirektors für das Amt Döbern-Land sind vier Bewerbungen eingegangen. Das hat der amtierende Amtsdirektor Sören Reichelt auf Nachfrage nach der Sitzung des Ausschusses zur Wahl des Amtsdirektors erklärt. Die Beratung selbst fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Dabei wurden laut Reichelt die Bewerbungen geöffnet und protokolliert. Gleichzeitig ist die Verwaltung damit beauftragt worden, zu prüfen, ob die Bewerber die erforderlichen Qualifikationen aufweisen. Am 2. April – und damit eine Woche früher als zunächst vorgesehen – soll der Ausschuss zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen. „Das hat aber ausschließlich terminliche Gründe“, erklärt Sören Reichelt. In dieser Beratung soll dann festgelegt werden, welche Bewerber es schließlich in die Endauswahl schaffen.

Diese wird am 6. Mai vom Amtsausschuss vorgenommen. Dort werden die Bewerber die Möglichkeit haben, sich und ihr Konzept für die künftige Arbeit in Döbern-Land vorzustellen. Anschließend wählt der Amtsauschuss dann den neuen Mann an der Verwaltungsspitze in Döbern-Land.

Soviel zur Theorie. In der Praxis hat sich der letzte Schritt im vergangenen Jahr jedenfalls als sehr kompliziert herausgestellt. So waren beide Bewerber durchgefallen. Einer war der Vorstellungsrunde im Amtsausschuss im Februar des vergangenen Jahres mit Verweis auf eine Fortbildung fern geblieben und hatte damit alle Möglichkeiten verspielt. Der andere Kandidat, der sich auf eine erneute Ausschreibung beworben hatte, konnte im Oktober nur sieben Mitglieder des Amtsausschusses überzeugen. Zehn stimmten gegen ihn. Die Entscheidung blieb nicht ohne Kritik: Es könne so nicht weitergehen, „wenn politische Egoismen größere Bedeutung haben, als die Stabilität der Verwaltung“, sagte Eberhard Müller, Ausschussmitglied und Bürgermeister von Neiße-Malxetal.