"Es gibt in Forst eine ganze Reihe von Plätzen, an denen ich eine gewisse Rückbesinnung auf ihr historisches Erbe vermisse", erklärt Günter Fuderholz, Vorstand der Forster Wohnungsgenossenschaft (FWO), das Engagement. "Diese Ecke ist sehr schön, findet jedoch zu wenig Beachtung", meint der FWO-Vorstand und zeigt auf Reproduktionen alter Forster Ansichten, die er im Laufe der Zeit sammelte. Bei der Sonderausstellung im Sacroer Dorfmuseum wurde er wieder fündig und besitzt "endlich auch einige farbige Ansichten der Gegend um das ehemalige Jahnsche Schloss". Besonders liegt ihm die alte Platane am Herzen, die einmal mit einer weiteren in den Gärten vor dem Schloss standen. Hermann Standk e habe sie 1923 in seiner "Heimatkunde der Niederlausitz" als "die schönsten Bäume von Forst" bezeichnet. Damals wurde ihr Alter mit 90 Jahren angegeben, die Platane wäre jetzt also rund 170 Jahre alt und auf jeden Fall einer der schönsten Forster Bäume. Die Umgebung der Platane soll nun attraktiver gestaltet werden. Eine alte Blechgarage wurde entfernt, in Kürze beginnen die Arbeiten, um einen "kleinen Verweilgarten für unsere Mieter, aber auch für alle übrigen Forster Bürger zu schaffen", erklärt der FWO-Vorstand. Dann werde auch der Zaun versetzt, der die ehemalige Grenze zwischen FWO- und städtischem Besitz markiert. Der Verweilgarten soll nach den Vorstellungen von Fuderholz für die Mieter der umliegenden Wohnblöcke gut erreichbar sein und "zum Ziel von Spaziergängern werden". Die Stadt Forst unterstütze die Vorhaben finanziell. (ah)