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Verwaltungsvorstand Sven Zuber kündigt Teilrückzug an

Forst. Sven Zuber (CDU) steht mit dem Amtsantritt von Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) am 6. Mai nicht mehr als Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Forst zur Verfügung. H. Landes

Das hat er in einem Brief bereits Anfang April dem künftigen Rathauschef mitgeteilt und darüber auch die Vorsitzenden der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung Forst sowie seine Mitarbeiter in der Verwaltung informiert. Gegenüber der RUNDSCHAU machte Zuber deutlich, dass seine Tätigkeit als Verwaltungsvorstand für Service, Bildung und Personal davon unberührt bleibe. "Das ist eine Entscheidung aus perönlichen Gründen. Ich habe sie bereits im Vorfeld der Wahl mit den Kollegen in der CDU besprochen und habe im Wesentlichen Verständnis für meine Position gefunden", sagt Zuber. Diese Position hat er am Donnerstag in einem Gespräch mit dem künftigen Verwaltungschef unterstrichen, bestätigt Philipp Wesemann. Zu weiteren Inhalten der Unterredung machte er keine Angaben. Er erklärte lediglich, dass es nun seine Aufgabe sei, eine Lösung zu suchen.

Wesemann setzt dabei zunächst auf eine hausinterne Regelung. Gemäß der aktuellen Hauptsatzung der Stadt Forst ist der Verwaltungsvorstand für Service, Bildung und Personal zugleich der allgemeine Stellvertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters. Das ist in Paragraf 10/1 geregelt. Diesen Posten bekleidet Sven Zuber. Um perspektivisch eine andere Stellvertreter-Regelung mit Zuber als Verwaltungsvorstand zu ermöglichen, wird die Hauptsatzung wohl geändert werden müssen. Wesemann sagt: "Ich werde das Gespräch mit den Fraktionen suchen und das Thema erörtern."

Mit Wertungen zu Zubers Teilrückzug halten sich die Fraktionen im Stadtrat bisher zurück. So erklärte beispielsweise Lothar Lischke von der FDP, man habe Zubers Position vorerst zur Kenntnis genommen. Eine Aussprache innerhalb der Fraktion werde es in der nächsten Woche geben. Ingo Paeschke, Fraktionschef der Linkspartei, bleibt ebenfalls zurückhaltend. Der künftige Rathauschef sei am Zuge. Er müsse seine Verwaltung ordnen. Dabei müsse sicher auch geklärt werden, inwieweit es möglich sei, dass ein Verwaltungsvorstand einen Teil seiner Tätigkeit, für die er bezahlt werde, nicht mehr ausübt. Aus den Reihen des CDU-Ortsverbandes gibt es viel Verständnis für Zubers Schritt. Bernd Lehmann meinte, der neue Bürgermeister sei nun in der Pflicht, er müsse seine fachliche Kompetenz fürs Amt nachweisen.