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| 15:42 Uhr

Spree-Neiße
Verkehrswacht für Kreis gegründet

Bei der Gründungsveranstaltung der Kreisverkehrswacht Spree-Neiße gab Vorsitzender Joachim Erdmann (stehend) einen Überblick zu den Aktivitäten der Ortsverkehrswacht Forst.
Bei der Gründungsveranstaltung der Kreisverkehrswacht Spree-Neiße gab Vorsitzender Joachim Erdmann (stehend) einen Überblick zu den Aktivitäten der Ortsverkehrswacht Forst.
Forst / Spree-Neiße. Oberstes Ziel ist es, neue Mitglieder und Kooperationspartner zu gewinnen. Von Katrin Kunipatz

Am Donnerstag gründeten die Mitglieder der Ortsverkehrswacht Forst die „Verkehrswacht Spree-Neiße“. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit ist damit ein wichtiges Ziel des alten und neuen Vorsitzenden Joachim Erdmann umgesetzt worden. Er wünscht sich für den neuen Verein, dass es gelingt, flächendeckend im Landkreis Spree-Neiße Angebote zu Verkehrsteilnehmerschulungen sowie Projekte in Kindergärten und Schulen durchzuführen.

Landrat Harald Altekrüger (CDU), seit vergangenem Jahr ebenfalls Mitglied der Verkehrswacht, betonte: „Ein wichtiger Schritt ist gelungen, nun muss der Verein mit Leben erfüllt werden.“ Er wolle dies in seiner Funktion als Landrat tun und vor allem Bürgermeister und Amtsdirektoren zur Zusammenarbeit mit der neuen Kreisverkehrswacht anregen. Wichtig sei es, mit den bereits im Landkreis aktiven Partnern in Spremberg und Welzow zusammenzuarbeiten.

Diese waren bei der Gründungsveranstaltung ebenfalls vor Ort. Sie sind keine Mitglieder der neuen Kreisverkehrswacht, sondern wollen Partner sein. Thorsten Stange, Vorsitzender des Vereins für Jugendverkehrserziehung Welzow, verweist auf die 25-jährige Tradition seines Vereins: „Ähnlich der Verkehrswacht führen wir quartalsweise in Drebkau, Welzow und Spremberg Verkehrsteilnehmerschulungen durch, unterstützten die Radfahrerausbildung, sind mit dem Rollerfest in Kindergärten und bilden in Welzow Schülerlotsen aus.“ Schon jetzt arbeite man eng mit Cottbus zusammen. „Wir würden Bereiche abdecken, die Forst nicht schafft“, so Stange.

Klaus-Dieter Peters, der sich gemeinsam mit Daniela Schneider in Spremberg für die Schülerlotsenausbildung engagiert, wünscht sich eine enge Zusammenarbeit mit der neuen Verkehrswacht Spree-Neiße und der Landesverkehrswacht. Gemeinsam müsse man Ideen entwickeln, um geeigneten Nachwuchs zu finden und die Ausbildung der Schülerlotsen in der Fläche auszuweiten. Die Verkehrsteilnehmerschulungen organisiert in Spremberg traditionell der MC Spremberg.

Anerkennung bekam das seit 1993 währende Engagement der Ortsverkehrswacht Forst. Joachim Erdmann berichtet, dass 2017 insgesamt 178 Veranstaltungen durchgeführt wurden. Danke vier neuer Mitglieder konnte der Altersdurchschnitt von 72 auf 67 Jahre gesenkt werden. Zur Ortsverkehrswacht und jetzt zur Kreisverkehrswacht gehören 19 Mitglieder, elf von ihnen arbeiten aktiv bei Projekten mit. „Wir brauchen unbedingt weitere Mitstreiter, vor allem auch Frauen“, wünscht sich Vize-Vorsitzender Dietmar Schonnop. Ziel sei es, den Aktionsradius zu erweitern und in Guben, Burg und Kolkwitz aktiv zu werden.