ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:31 Uhr

Brief an Britta Ernst (SPD) geschrieben
Verfahren gegen Forster Schulleiter: Bangen um Schulbetrieb, Bildungsministerin soll helfen

 Gegen den Schulleiter der Forster Archimedes-Grundschule läuft ein Gerichtsverfahren. Nun fürchten Eltern, Kreis und Stadt um den Weiterbetrieb der Schule und haben Brandenburgs Bildungsministerin Britta ernst (SPD) um Schützenhilfe gebeten.
Gegen den Schulleiter der Forster Archimedes-Grundschule läuft ein Gerichtsverfahren. Nun fürchten Eltern, Kreis und Stadt um den Weiterbetrieb der Schule und haben Brandenburgs Bildungsministerin Britta ernst (SPD) um Schützenhilfe gebeten. FOTO: ZB / Monika Skolimowska
Cottbus/Forst. Das schwebende Verfahren gegen den Schulleiter der Forster Archimedes Grundschule bereitet den Eltern zunehmend sorgen. Sie fürchten um den Weiterbetrieb und haben Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) gebeten, Klarheit in die Sache zu bringen. Von Christian Taubert

In der Neißestadt Forst sorgt das schwebende Verfahren gegen den Schulleiter der Archimedes-Grundschule für erhebliche Verunsicherung bei Eltern. Zugleich stehen hinter dem  Weiterbetrieb der freien Bildungseinrichtung mit Kinderhaus und Grundschule dicke Fragezeichen. Deshalb haben sich Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) und Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) jetzt in einem der RUNDSCHAU vorliegenden Brief an Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) gewandt. Als oberste Schulaufsichtsbehörde solle sie sich in einem Gespräch Fragen vor Ort stellen.

Das Schreiben an die Ministerin ist ein Hilferuf. Die Kommunalpolitiker erwarten „Unterstützung und Klärung der Situation in den Einrichtungen“. Sie schildern, dass Eltern besorgt seien und „Bedenken hinsichtlich der Sicherstellung des Betriebsablaufes unter den derzeitigen personellen und sachlichen Rahmenbedingungen haben“. Von Eltern sei zudem die mangelnde Kommunikation und Transparenz seitens des Träger angesprochen worden. Aus ihrer Sicht gebe es an der Schule auch eine unzureichende Beaufsichtigung der Kinder.Landkreis und Stadt machen gegenüber der Ministerin klar, dass sie im Interesse der Kinder und Eltern Planungssicherheit zum Fortbestand der Einrichtungen benötigen. Sie heben zugleich  hervor, dass sie „an der Weiterführung der Leistungen und Angebote des Archimedes-Kinderhauses und der -Schule grundsätzlich interessiert sind“.

In die Schlagzeilen ist die freie Schule im Forster Ortsteil Noßdorf Ende des Vorjahres gekommen, nachdem gegen Schulleiter Daniel B. Anklage wegen Körperverletzung in 20 Fällen  erhoben wurde. Die Staatsanwaltschaft Cottbus wirft ihm vor, gegen sieben Schüler „Erziehungsmethoden“ wie Schläge auf den Hinterkopf und Tritte ins Gesäß praktiziert zu haben. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe.

Zur bereits angesetzten Eröffnung der Hauptverhandlung im Februar und März 2019 gegen den angeklagten Schulleiter ist es bisher noch nicht gekommen. Zuerst hatten die bisherigen Verteidiger ihr Mandat niedergelegt, wie das Amtsgericht Cottbus mitteilte. Und dann habe eine neue Verteidigerin die Termine nicht wahrnehmen können und zudem weitere Beweisanträge angekündigt.

Lesen Sie auch zum Thema:

Archimedes Grundschule in Forst - Anklage, Elternversammlung und Unsicherheit