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| 02:36 Uhr

Vereintes Trommeln für den Frieden

Etwa 40 Trommler waren an die Neißebrücke gekommen.
Etwa 40 Trommler waren an die Neißebrücke gekommen. FOTO: M. Jahn/mjn1
Forst. Erhaben stand die große Motherdrum (Muttertrommel) am 1. Mai auf der Wiese an der Neißebrücke. Vier schwarze Schnüre waren von der im Durchmesser circa anderthalb Meter großen Trommel ausgelegt. "Das sind die vier Himmelsrichtungen", erklärte Thomas Hähnel. Umgrenzt wurden sie von einem kleinen Steinkreis. mjn1

Mit Eintreffen der Sonnentrommler der Grundschule Nordstadt kam Bewegung in das Neißevorland. Die kleinen Hocker wurden aufgestellt, die 23 Djemben bereitgestellt. Nach einführenden Worten trommelte Heilpraktiker Thomas Hähnel einen einfachen, immer wiederkehrenden Rhythmus vor - und die anderen im Kreis schlossen sich diesem an. Fast 20 Minuten wurde ohne Pause dieser eine Rhythmus getrommelt - nicht nur für die kleinen Trommler eine große Herausforderung. Eine meditative Stimmung legte sich über die Neißewiese. Der stark böige Wind trug zwar einige Töne gleich weit weg, aber das tat der Aktion keinen Abbruch, schließlich ging es um die Botschaft, die die etwa 40 Trommler im Kreis sitzend oder stehend an Djemben, Rahmentrommeln oder Kongas vermitteln wollten: Gemeinsam ein kleines Stück positiver Energie zum Erhalt des Friedens zu geben. Und ein Teil des Großen und Ganzen zu sein, denn zeitgleich wurde in Ehingen (Baden-Württemberg) sowie im niedersächsischen Lenne zum Thema "Heal The Earth" ("Heile die Erde") getrommelt. 100 000 Trommeln für den Frieden will das Projekt vereinen, allein 40 hat Forst am 1. Mai vereint.

Die vielen Gäste saßen entspannt auf der großen, sonnigen Treppe und genossen die Klänge, die in Forst in dieser Art noch nie zu hören waren. Die Zuschauer waren vom Zusammenspiel der großen Muttertrommel und der anderen Trommeln begeistert.

Ines Mucha aus Hoyerswerda hatte von der Aktion in der RUNDSCHAU gelesen und war nach Forst gekommen. Begeistert sagte sie: "Mein Herz schlägt genau in diesem Rhythmus!". Sechs Jahre lang hat sie in Hoyerswerda auf Djemben in einer Gruppe getrommelt. Umso mehr freute sie sich, im Kreis aufgenommen zu werden. Die letzten zehn Minuten der Stunde gehörten nochmals Thomas Hähnel, der sich vier Zuschauer an die große Drum holte und damit im Zusammenspiel aller anderen den Schluss dieser Aktion einläutete. Die nächste ist bereits geplant: zum Weltfriedenstag am 1. September.