Zu ihrem Repertoire gehören Lieder wie „Ich war noch niemals in New York“ und „Wochenend und Sonnenschein“. Der Erste Forster Frauenchor singt neben traditionellem Liedgut, auch moderne Stücke, etwa von Karat oder Udo Jürgens. „Wir singen Melodien, die die Leute kennen“, erklärt die erste Vorsitzende Karin Menzel.

„Wir sind ein gutes Team“, sagt sie, „seit vielen Jahren sind wir stabil 30 Frauen. Das ist eine gute Stärke.“ Richtige Nachwuchssorgen wie andere Vereine hat der Forster Frauenchor daher nicht. Trotzdem altert der Chor. Niemand ist unter 40 und etwa die Hälfte älter als 60.

Über die Jahrzehnte hat sich die Chormusik gewandelt

Auch vier der sechs Gründerinnen des Chores singen noch mit. Ursprünglich stammen sie aus Weißagk. Als der Ort dem Tagebau weichen musste, zogen sie nach Forst. 1991 hatten sie hier ihren ersten öffentlichen Gesangs-Auftritt. „Es sind dann sehr schnell mehr Frauen geworden“, so Menzel.

„Die Chormusik hat sich gewandelt“, sagt die Vorsitzende. So singt der Chor überwiegend dreistimmig, statt vierstimmig. Dabei teilt sich der Chor in eine Sopran- und zwei Alt-Stimmen auf. „Wir fühlen uns mit drei Stimmen sicher und gut aufgehoben.“ Gesungen wird vorrangig a cappella, nur moderne Stücke begleitet der Chorleiter Michael Zumpe mitunter auf dem Klavier.

Zumpe betreut den Chor seit August 2018. Er ist ausgebildeter Opernsänger. Meistens wählt er die Lieder aus, die bei einem Auftritt gesungen werden sollen. Trotzdem sind die Hierarchien flach: Auch aus dem Chor selbst kommen Lied-Vorschläge. Das hängt auch davon ab, zu welchem Anlass gesungen wird.

Der Forster Frauenchor ist viel unterwegs

„Wir sind sehr viel sängerisch unterwegs“, sagt Menzel. So tritt der Chor etwa regelmäßig im Haus am Rosengarten oder vor den ehemaligen Beschäftigten der Textima auf. Er nimmt am „Konzert der Forster Chöre“ im Rosengarten teil und singt auf dem Weihnachtsmarkt. Auch Chorfahrten zum Beispiel nach Neuzelle oder Görlitz gehören zum Chor-Leben.

„Zum Quatschen hat man in den Proben keine Zeit“, meint Menzel. Darum ist das jährliche Chor-Wochenende besonders wichtig: Hier kann man sich mal unterhalten. Üblicherweise probt der Chor montagabends um 19 Uhr in der Aula der Grundschule Mitte in Forst. „Es macht uns allen Spaß“, sagt Karin Menzel, „Das ist auch das Geheimnis.“