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| 12:58 Uhr

Tarifstreit beim Forster DRK
Tarifstreit beim Forster DRK ist noch nicht ausgestanden

Forst. Arbeitsgericht soll über Rechtmäßigkeit der Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden entscheiden.

Zu den acht gekündigten Mitarbeitern der inzwischen geschlossenen Küche des DRK Kreisverbandes Forst Spree-Neiße gehören nach Angaben des Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auch der Betriebsratsvorsitzende  Robert Otto und zwei weitere Mitarbeiter, die laut Verdi möglicherweise nach dem Betriebsverfassungsgesetz Kündigungsschutz genießen. Vor dem Arbeitsgericht soll geklärt werden, ob dieser Kündigungsschutz auch dann gilt, wenn eine komplette Abteilung geschlossen wird.

Die Gekündigten haben laut Verdi teilweise wegen der Kündigungsfrist bis sechs Monate Anspruch auf Entgelt, obwohl bereits seit Juni ein Dienstleister Essen liefert. Verdie-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke hebt hervor, dass diese zusätzlichen Kosten das DRK einsparen könne, wenn der Küchenbetrieb wieder aufgenommen werden würde. Von ehemals zwölf Mitarbeitern haben laut Verdi vier der Weiterbeschäftigung in der Pflege zugestellt.

Die Gewerkschaft befindet sich schon seit mehr als einem Jahr in Tarifverhandlungen für die rund 160 Beschäftigten  unter anderem im Pflegeheim „Haus am Rosengarten“ und der Sozialstation und hatte auch zu mehreren Warnstreiks aufgerufen.

In wesentlichen Punkten sei man sich näher gekommen, so Franke, es gebe aber noch unterschiedliche Positionen zur Höhe des Weihnachtsgeldes, ab welcher Zeit der Nachtzuschlag zu zahlen sei und ab wann rückwirkend die Tarifeinigung geltend soll. Erneute Warnstreiks schließt Franke nicht aus, falls es zu keiner endgültigen Einigung kommen sollte. Der nächste Verhandlungstag sei Mitte August vorgesehen.

(js)