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| 15:51 Uhr

Forst
Urnengrab ist der Klassiker in Forst

Helmut Ließ (l.) hatte Barbara Petri, Leiterin der städtischen Friedhofsverwaltung, zur Sitzung des Seniorenbeirats eingeladen.
Helmut Ließ (l.) hatte Barbara Petri, Leiterin der städtischen Friedhofsverwaltung, zur Sitzung des Seniorenbeirats eingeladen. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Barbara Petri von der Friedhofsverwaltung informierte über traditionelle und alternative Bestattungsformen. Von Katrin Kunipatz

„Ein Friedhof ist immer ein Stück Stadtgeschichte“, sagt Barbara Petri. Sie leitet die städtische Friedhofsverwaltung und war am Donnerstag beim Forster Seniorenbeirat zu Gast. Neben dem Hauptfriedhof betreut sie die acht städtischen Friedhöfe in den einzelnen Ortsteilen. Andere Friedhöfe, beispielsweise in Sacro, werden von der Kirche verwaltet.

Anliegen der Friedhofsverwaltung ist es, den nach heutigen Maßstäben zu großen Friedhof attraktiver zu erhalten. „Ein weiteres Ziel ist es, geschichtlich wertvolle Parzellen zu erhalten“, erklärt sie. Deshalb bestehe die Möglichkeit einer Grabmalpatenschaft. Interessenten können auch unabhängig von einer Bestattung eine solche Grabstelle pflegen. Auf anderen Flächen finden keine Bestattungen statt. Für ihre Pflege ist ebenfalls die Friedhofsverwaltung verantwortlich, denn eine Ausgliederung sei nicht möglich.

Schwerpunkt des Vortrags waren die verschiedenen Bestattungsformen, die in Forst möglich sind. „Gewünscht wird meist ein pflegeleichtes Grab“, sagt Petri. Deshalb bietet die Friedhofsverwaltung neben dem Kolumbarium seit einigen Jahren auch verschiedene Möglichkeiten der anonymen Bestattung an. So werde auf der Streuwiese die Asche des Verstorbenen im Beisein der Angehörigen oberirdisch verstreut, so die Friedhofsleiterin. „Grüne Wiese“ nennen die Forster die Urnengemeinschaftsanlage. Auf der Fläche verteilt, werden im Zeitraum von fünf Jahren die einzelnen Urnen im Boden eingelassen. Eine Besonderheit bilde die Ruhegemeinschaft der evangelischen Kirche. „Gestaltung und Pflege der Anlage erfolgt durch die Kirche“, erklärt Petri.

Klassiker in Forst sei das Urnengrab mit Stein und Platte, so Petri. Schwieriger sei es, neue Bestattungsmöglichkeiten auf dem Friedhof zu etablieren. Dabei bieten die etwas größeren Pflanzurnenstellen viel mehr Möglichkeiten für die Gestaltung und seien, wenn sie bepflanzt sind, ebenfalls leicht zu pflegen. Weiterhin könne eine Einzelurnenstelle oder eine Partnerurnengemeinschaft gekauft werden, die für die übliche Liegezeit von 25 Jahren von einem Friedhofsgärtner gepflegt wird.