Dienstagmorgen, 3.07 Uhr, auf der Landstraße zwischen Tschernitz und Döbern (Spree-Neiße) gerät ein Golf in Brand. Die Fahrerin kann das Auto stoppen und verlassen. Sie ruft die Feuerwehr, die den Brand schließlich löschen kann. „Das Auto hat in voller Ausdehnung gebrannt“, berichtet Polizeisprecher Ralph Meier. Bis in die Morgenstunden kommt es zu Verkehrsbehinderungen auf der Strecke in Richtung Cottbus.

Grund für den Brand sei vermutlich ein technischer Defekt gewesen, so die Polizei.

Plötzlichen schlagen Flammen aus dem Armaturenbrett

Dienstagnacht, 0.15 Uhr, bei Bertsdorf-Hörnitz (Kreis Görlitz) ist eine Autofahrerin mit ihrem Skoda auf dem Weg von Arbeit nach Hause. Laut Polizei bemerkt sie plötzlich, dass Flammen aus dem Armaturenbrett schlagen und stellt das Auto unverzüglich ab. „Die Fahrerin konnte nichts mehr tun, als ihrem Auto beim Abbrennen zuschauen und auf die herbeigerufenen Rettungskräfte zu warten“, berichtet Blaulichtreporter Erik-Holm Langhof.

Erst mehr als zwei Stunden nach der Alarmierung kann die Feuerwehr das Auto vollständig abkühlen und dem Abschleppdienst übergeben. Laut Feuerwehr lag der Brandherd höchstwahrscheinlich im Motorraum. Ein technischer Defekt ist auch hier die wahrscheinliche Ursache.

Dienstagmorgen, 8.43 Uhr, wieder muss die Feuerwehr ausrücken, diesmal in der Nähe von Buckow (OSL). Im Wald ist ein Nissan Pick-Up in Brand geraten. Der Brand ist zum Glück schnell gelöscht. Bei der Suche nach der Brandursache stoßen die Polizisten schnell darauf, dass das Fahrzeug gestohlen ist. Es war in der Nacht von einem Firmengelände in Leibsch verschwundne, zusammen mit hochwertigen Werkzeugen. Kriminaltechniker des Tatortdienstes sicherten Spuren am Fahrzeug.

40 000 Autos brennen in Deutschland jährlich

Pro Jahr gibt es in Deutschland laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 40 000 Fahrzeugbrände. Rund 20 Prozent gehen auf Brandstiftung zurück. Im Rest der Fälle sind häufig technische Defekte die Ursache. Laut Dekra sind mit 40 Prozent die häufigsten Feuerursachen ein Kraftstoff- oder Ölaustritt auf heiße Motorteile oder Motoranbauteile. Durch Reibung von Fahrzeugteilen mit einem Betriebsstoff kommt es in 26 Prozent aller Fälle zum Brand, und in jeweils 17 Prozent aller Fälle sind entweder Kurzschlüsse oder ein Feuerübergriff von einem anderen Fahrzeug Grund für den Brand.

So verhalten Sie sich richtig, wenn das Auto brennt

Bei beginnendem Qualm oder Rauch im Motorraum raten Experten des ADAC: „Wenn es zu einem Brand kommt, können Funken fliegen, und das ist gefährlich. Außerdem sind die entstehenden Rauchgase giftig. Autofahrer können dadurch in Lebensgefahr geraten, sollten deshalb sofort das Fahrzeug verlassen und sich schnell entfernen“. Wichtig sei, sofort Feuerwehr (112) und Polizei (110) zu informieren. „Trotzdem bitte nicht in Panik verfallen: Bei einem Fahrzeugbrand bleibt meist genügend Zeit, sich aus dem Auto in Sicherheit zu bringen – und gegebenenfalls verletzte Insassen zu retten“, so die Einschätzung des ADAC.