Von Sven Hering

Richtfest wurde am Dienstag in der Forster Inselstraße gefeiert. Die Tischlerei Kochan errichtet dort einen mehr als 200 Quadratmeter großen Anbau. „Wir brauchen mehr Platz für unsere Mitarbeiter und die Maschinen“, begründete Firmenchef Thomas Kochan die 500 000-Euro-Investition.

Denn das Geschäft läuft gut für den Forster Tischlermeister. Mit zwei Leuten hatte Kochan vor sechs Jahren die Tischlerei übernommen. Inzwischen finden hier acht Mitarbeiter Arbeit. Für die wird der Platz langsam knapp. „Wir spielen mitunter schon Tetris“, beschreibt Kochan die Situation, wenn Maschinen und Material immer wieder hin- und hergeschoben werden müssen.

Spätestens Ende des Jahres soll damit dann Schluss sein. Ein Teil der Maschinen wird dann in den Anbau wandern, dieser bietet ferner Platz für ein Büro und eine repräsentative Ausstellungsfläche. Dann werden sich Thomas Kochan und sein Team wieder komplett den Dingen widmen können, die sie am liebsten tun: Möbel herstellen, aber auch alte Fenster oder Türen rekonstruieren. Ein Drittel seiner Auftraggeber sind Privatleute, ein Drittel Unternehmen und ein Drittel die öffentliche Hand, verrät er. Referenzen hat die Tischlerei einige vorzuweisen. So wurden in verschiedenen Fabrikantenvillen in Forst die Türen originalgetreu erneuert. Im Postfuhramt Berlin-Mitte rekonstruierte und restaurierte das Forster Unternehmen mehrflügelige Altberliner Kastenfenster.

Thomas Kochan, der sich in der Innung engagiert, bildet zudem in seiner Tischlerei aus. Das sei seine Antwort auf den Fachkräftemangel.

Am Dienstag zum Richtfest wünschte er dem Vorhaben natürlich ein gutes Gelingen. Und für sich und seine Handwerker-Kollegen in Zukunft deutlich weniger Bürokratie. Ohne die Unterstützung seiner Frau, so der Forster Unternehmer, hätte er in den vergangenen Jahren vieles nicht stemmen können.