ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:31 Uhr

Sportfest beim ESV
Union-Legenden spielen in Forst

 Immer für einen Spaß zu haben: Torsten Mattuschka, Marco Gebhardt, Thomas Boden und Sven Kaiser (vom Traditionsteam des 1. FC Union) beim AOK Traditionsmasters 2019 in Berlin. Der ESV Lok Forst trifft als Sportfest-Höhepunkt auf die Berliner Truppe.
Immer für einen Spaß zu haben: Torsten Mattuschka, Marco Gebhardt, Thomas Boden und Sven Kaiser (vom Traditionsteam des 1. FC Union) beim AOK Traditionsmasters 2019 in Berlin. Der ESV Lok Forst trifft als Sportfest-Höhepunkt auf die Berliner Truppe. FOTO: imago/Matthias Koch / Matthias Koch
Forst. Der Auftritt der Traditionself des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin ist der Höhepunkt des Sportfestes des ESV, der in diesem Jahr ein 70-jähriges Bestehen feiert. Die Eisenbahner können dabei auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Von Sven Hering

Die Fußballfans in Forst dürfen sich auf ein echtes Fest freuen. Der Coup Ende des Monats ist dem ESV Forst zu verdanken. Der Verein, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert, wird im Rahmen seines Sportfestes auf das Traditionsteam des 1. FC Union Berlin treffen. Die Forster Aufstiegself aus dem Jahr 2001 wird sich dabei mit den Berlinern messen.

Die Eisernen Legenden touren seit einiger Zeit mit zwei Teams durch das Land. In der Altersklasse von 35 bis 50 Jahren sind unter anderem die ehemaligen Union-Profis Martin Pieckenhagen, Ronny Nikol, Marco Gebhardt, Tom Persich und Christian Stuff im Einsatz. Auch Torsten Mattuschka schnürt immer wieder mal für seinen Ex-Verein die Töppen. Für das Team der 45- bis über 60-Jährigen laufen weitere Union-Legenden wie Oskar Kosche, Ralph Probst, Henry Treppschuh, Olaf Hirsch, Peter Hackbusch auf.

Die meisten Spieler der Traditionsmannschaft sind im Fußball als Spieler und Trainer in Berlin und Brandenburg immer noch aktiv. Zum Abschluss einer Veranstaltungen mit den Eisernen Legenden gehört zur gemeinsamen Runde bei freundschaftlichem Gedankenaustausch natürlich auch eine Autogrammstunde, heißt es vom Verein.

Doch auf welche prominente Namen dürfen sich die Forster in drei Wochen freuen? Union-Mannschaftsleiter Dirk Jürschick musste am Freitag auf RUNDSCHAU-Nachfrage noch passen. „Das können wir jetzt noch leider noch nicht sagen.“ Was damit zusammenhängt, dass die Truppe einen vollgepackten Sommerfahrplan hat. Am Samstag sind die Eisernen zum Beispiel in Großräschen zu Gast, am Sonntag spielt ein Team der Eisernen in Lauta gegen die dortigen „Old Boys“.

Doch unabhängig davon, wer für die Berliner aufläuft. In Forst ist die Vorfreude auf die Begegnung groß, wie ESV-Vereinschef Heido Briesemann betont. 150 Mitglieder sind bei den Eisenbahnern derzeit aktiv. Gegründet 1949 als BSG Lokomotive Forst, hatte der Verein bis weit in die 90er-Jahre mehrere Sportsektionen mit mehr als 350 Mitgliedern. Feldhandball, Radsport (Michael Milde, Bernd Drogan, Gerd Möbus), Kegeln, Wandern, Bergsteigen, Schwimmen, Tischtennis oder Fußball konnten betrieben werden. Die Volleyballer holten 1954 den DDR-Meistertitel der Berufsschulen.

Heido Briesemann hat in der Vereinhistorie einige interessante Fakten entdeckt. So bewirtschaftete die BSG Lok in Forst bis 1993 zwei Lotto-Läden, die Einnahmen kamen dem Verein zugute. Bis 1991 durften zudem die Mitglieder des Vereins kostenlos mit der Bahn fahren.

Seitdem hat sich einiges verändert. Das Vereinsheim in der August-Bebel-Sttraße musste im Jahr 2000 aufgegeben werden. Die geplante Übernahme des Domizils scheiterte laut Briesemann an den zu hohen Forderungen des Eigentümers. Seitdem ist der Hauptsitz die Baracke im Stadion am Wasserturm. Neben Fußball und Gymnastik werden noch Schwimmen und Tischtennis angeboten. „Dabei können wir auf eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit verweisen“, sagt Heido Briesemann.

Das Spiel gegen die Eisernen wird noch auf dem unsanierten Gelände am Wasserturm ausgetragen. Doch die Forster ESVer haben eine Hoffnung: Das nächste Jubiläum wollen sie gern in einer schmucken, sanierten Sportstätte ausrichten.