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| 16:15 Uhr

Forst
Unikate aus Forst werben weltweit

Zum Tag des offenen Unternehmens gewährt Forwerk Einblick in die Kunststoff-Laser-Abteilung. Hier werden aus Acryl Buchstaben und Zeichen geschnitten.
Zum Tag des offenen Unternehmens gewährt Forwerk Einblick in die Kunststoff-Laser-Abteilung. Hier werden aus Acryl Buchstaben und Zeichen geschnitten. FOTO: forwerk / zvg / forwerk
Forst . Forwerk öffnet wie 40 andere Firmen zum ersten Tag des offenen Unternehmens in Forst. Von Katrin Kunipatz

Wo in Forst das Gewerbegebiet liegt, wissen alle. Der Gewerbeverein will nun die Firmen in den Hallen bekannt manchen und lädt am Sonnabend zum Tag des offenen Unternehmens ein. Auch die Werbetechnikfirma „Forwerk“ wird dabei sein. Eindrucksvoll zeigt sie mit einem blauen Flugzeug neben der Einfahrt, auf dem in Rot der Firmenname prangt, wie Werbung sein kann. Geschäftsführer Andreas Pfennig erklärt, dass es sich um ein polnisches Schulflugzeug mit Namen Iskra handelt. Ins Deutsche übertragen bedeutet Iskra „Funke“. Irgendwie passend – stellt Forwerk doch die Dinge her, mit denen Firmen glänzen können. Leuchtende Schriftzüge für die Fassade, elegante Firmenschilder oder individuell gestaltete Aufsteller – fast jedes Teil, das die Firma verlässt, ist ein Unikat.

Angefangen hat Andreas Pfennig vor 27 Jahren in einer Garage. „Der Start gelang damals maßgeblich durch die Unterstützung meiner Eltern“, berichtet der heute 57-Jährige. Zuvor war er Maschinenbauingenieur bei der Textima. Anfangs versorgte er vor allem Firmen in Cottbus und Umgebung mit Werbeträgern. „Der Bedarf war groß“, sagt er, „fast jeder wollte sein eigenes Firmenschild“. Seitdem hat sich das Gesicht des Unternehmens deutlich verändert, vom Händler zum modern ausgestatteten Produktionsbetrieb.

Einen konkreten Lehrberuf für viele der erforderlichen Tätigkeiten gebe es eigentlich nicht, so Pfennig. Seine Mitarbeiter setzten sich mit der Technik und den Maschinen auseinander und lernten mit den Projekten. Heute gibt es bei Forwerk Spezialisten für die Metall- und Kunststoffverarbeitung, die fit sind bei der Bedienung der CNC-Technik. Es gibt Lackierer, Grafiker, CNC-Dreher, Bürokaufleute, Buchhalter, Auslieferungsfahrer und Kommissionierer. Insgesamt 38 Menschen arbeiten bei Forwerk, acht davon sind Frauen. Sie sind zwischen 19 und 62 Jahre alt und oft schon jahrelang dabei. „Meine Mitarbeiter sind der größte Schatz“, sagt Andreas Pfennig nicht ohne Stolz.

Die Produktionsstätte wurde schrittweise erweitert und permanent modernisiert. Pfennig ist es wichtig gewesen, Investitionen aus eigenen Mitteln zu stemmen. „Noch heute nehmen wir keine Aufträge an, die uns umbringen könnten“, betont er. Seine Strategie hat Erfolg. Eine Krisenzeit gab es nie, stattdessen jährlich gesundes Wachstum. Heute sind die Auftragsbücher voll und Forwerk liefert individuelle Werbeanlagen, Displays oder Lichtwerbung an Kunden in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz. Fast 29 000 Aufträge waren es im vergangenen Jahr. Dabei konzentriert sich die Forster Firma ausschließlich auf die Herstellung der Werbeträger; die Details planen Werbestudios mit den Kunden vor Ort.

Im vergangenen Jahr wurde die dritte Halle bezogen. Hier steht jetzt das „neueste Schätzchen“, eine große UV-Digitaldruckmaschine, die direkt auf Platten drucken kann. Es gibt zahlreiche Laser und Fräsen, Polier- und Abkanttechnik für die Kunststoffverarbeitung. Im zweiten Werk am Teichgraben findet man den kompletten Maschinenpark für die Edelstahlverarbeitung. Hier erfolgt in der eigenen modernen Lackiererei die Farbgebung. Am Standort arbeiten zwölf Drehmaschinen im Zwei-Schichtbetrieb. In enger Kooperation mit der Werkstatt für Menschen  mit Behinderungen fertigt Forwerk Montagesysteme aus Edelstahl für Schilder und Displays. „In diesem Bereich sind wir Marktführer in Europa“, sagt Andreas Pfennig.

Auch für die Zukunft hat der Forster Firmeninhaber schon geplant und begonnen Teile der Geschäftsführung auf mehrere jüngere Mitarbeiter zu verteilen. Mit 65 könne er mit gutem Gewissen in Rente gehen, so Andreas Pfennig. Aber vorerst sei er wie alle anderen vollständig ins Tagesgeschäft integriert. Nur so erfahre man, in welche Richtung sich der Markt bewegt und aus welchem Funken die nächste Idee wird.