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| 16:28 Uhr

Unfallschwerpunkt
Verwirrende Abbiegespur oder mehr Kontrollen?

Die Kreuzung in Sacro Richtung Grenze mit ihren Abbiegestreifen. Links etwas außerhalb des Fotos befindet sich das Stoppschild.
Die Kreuzung in Sacro Richtung Grenze mit ihren Abbiegestreifen. Links etwas außerhalb des Fotos befindet sich das Stoppschild. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. RUNDSCHAU-Leser haben weitere Gedanken zum Unfallschwerpunkt Sacroer Kreuzung. Die Unfallkommission tagt vor Ort. Von Steffi Ludwig

Die RUNDSCHAU-Berichte über den Unfallschwerpunkt  Kreuzung Nordumfahrung/Forster Straße haben weitere Leser zu Vorschlägen animiert. Brigitte Klose bemerkt, dass es vielleicht die Abbiegespur auf der Hauptstraße sein könnte, die die Autofahrer aus den anderen Richtungen verwirren könnte. Diese könnten dann denken, der rechts Blinkende will abbiegen, und fahren deshalb los. Der Blinkende wolle aber nur die Spur wechseln und fahre weiter in Richtung Grenze. Für Sabine Pohle, Sachgebietsleiterin für öffentliche Ordnung, Personenstandswesen und Verkehr beim Landkreis, ist dieser Hinweis zwar nachvollziehbar. „Aber diese Vermutung würde nur dann als Unfallursache infrage kommen, sofern die Verursacher aus Richtung Forst kommen“, teilt sie mit. Die Analyse der Unfälle habe jedoch ergeben, dass sie sich in allen Fällen aus Fahrtrichtung Sacro mit Ziel Innenstadt ereigneten. „Damit hätten sie auch im Fall des Blinkens  und eines vermuteten Abbiegens warten müssen.“

Für Andreas Hecht würden eher regelmäßige Kontrollen etwas bringen. „Ich denke, das würde abschrecken“, sagt er. Er wohne in der Nähe und fahre öfter über die Kreuzung. Dabei habe er bereits beobachtet, dass das Stoppschild einfach überfahren werde. Auch die Rüttelstreifen würden umfahren. Zu diesem Vorschlag teilt Sabine Pohle mit, dass die Überwachung der Einhaltung des Stoppschildes ausschließlich die Polizei regele: „Erfahrungsgemäß verhalten sich die Fahrzeugführer, sobald sie ein Polizeifahrzeug erkennen, rechtskonform, sodass dies nur einen kurzzeitigen Erfolg zeigen würde.“ Die Überwachung der Geschwindigkeit wäre durch die Polizei und die Zentrale Bußgeldstelle des Landkreises möglich. Aufgrund der nah angrenzende Ackerflächen sei jedoch ein geeigneter Standort für die Überwachungsanlage schwierig. Dieser sei an bestimmte rechtliche Kriterien gebunden.

Wie Sabine Pohle mitteilt, habe die Verkehrskommission einen kurzfristigen Vor-Ort-Termin voraussichtlich kommende Woche anberaumt, um eventuell weitere Entscheidungen zu treffen.

Neu: Das Stoppschild an der Kreuzung Nordumfahrung/Forster Straße.
Neu: Das Stoppschild an der Kreuzung Nordumfahrung/Forster Straße. FOTO: LR / Steffi Ludwig