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Und am Ende ein Süppchen

Theaterspiel zu Luther und seiner Frau – und ganz nebenbei wurde das Süppchen am Schluss kredenzt.
Theaterspiel zu Luther und seiner Frau – und ganz nebenbei wurde das Süppchen am Schluss kredenzt. FOTO: Margit Jahn/mjn1
Forst. Beim zweiten Kirchenfest in Forst ist es am Sonntagnachmittag in der St. Nikolaikirche auch temperamentvoll zugegangen. mjn1

Familie Luther lud im Theaterstück zum musikalischen und lockeren Geplänkel an den heimischen Tisch ein. "Frauen soll man loben - Tischgespräch im Hause Luther" war das Thema. Hierfür bot der große Holztisch genügend Grundfläche, denn "Herr Käthe", wie Katharina liebevoll von ihrem Mann genannt wurde, hatte eine große Familie zu versorgen.

Mit ihrem großen Gemüsekorb zog sie singend in der Kirche ein, packte Kohlrabi, Möhren, Kraut und alles, was man für eine schmackhafte Suppe braucht, aus. Während sie das Gemüseteile im Takt mit ihrem großen Messer zerkleinerte, sangen und spielten Katharina (Anne Schierack) und Martin Luther (Frank Fröhlich) Texte, Lieder und Musik der Reformation. Die Kompositionen waren teilweise von Luther selbst.

Das fröhliche Geplänkel zwischen dampfendem Kochtopf und den flotten Lautenklängen von Meister Luther amüsierte die Zuschauer in der kühlen Kirche. Nach dem knapp einstündigen Kammerspiel gab es tosenden Applaus für die beiden Akteure.

Zum Schluss teilte "Familie Luther" übrigens die fertig gekochte und heiße Suppe in Tonbechern unter den Zuschauern in den Bankreihen aus. "Sie schmeckt sehr gut, das Gemüse ist auch gar. Wie zu Hause wurde der Kohlrabi zuerst gekocht" sagte der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck, der mit seiner Partnerin unter den Gästen war. Ein gelungener Abschluss für ein bestens organisiertes Kirchenfest.