Mit sieben zu drei Stimmen gaben die Ausschussmitglieder einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung ihre Zustimmung.
Unnötige Bürokratie oder ein notwendiger Schritt zum Erhalt der Dorfbilder im Landkreis? Über den Sinn der Kreisverordnung waren sich die Mitglieder des Umweltausschusses auch am Ende der Sitzung nicht einig. Die Gegner führen ins Feld, dass das Land Brandenburg erst vor einem halben Jahr eine neue Baumschutzverordnung erlassen hat. „Da haben bestimmt kluge Köpfe dran gearbeitet. Wenn wir jetzt ein halbes Jahr später eine eigene Satzung erlassen, das verstehen die Bürger nicht“ , gab Werner Marusch (SPD) zu bedenken.
„Der Minister hat selbst gesagt, dass es sich bei der Gesetzgebung des Landes um einen Rahmen handelt, der an die örtlichen Verhältnisse angepasst werden muss“ , erwiderte Umweltdezernent Olaf Lalk (CDU). So sah es auch die Mehrheit des Ausschusses und stimmte der Vorlage des Amtes zu. Diese sieht im Gegensatz zur Landesgesetzgebung auch Feldhecken und Sträucher als schützenswert an. Nadelhölzer und Obstbäume werden hingegen größtenteils vom Bestandsschutz ausgenommen.
Auch Baumgruppen, die in der alten Kreissatzung zu diesem Thema noch Schutzgegenstand waren, wollte die Verwaltung aus der Verordnung herausnehmen. In den 700 bis 800 jährlich anfallenden Anträgen sei ein solcher Fall in der Vergangenheit nicht vorgekommen, so Artur Buder vom Umweltamt. Das war den Abgeordneten dann doch zu viel Bürokratieabbau. Die Baumgruppen wurden wieder in die Verordnung aufgenommen.
Am 2. Februar hat nun der Kreistag das letzte Wort darüber, nach welcher Satzung in Zukunft die Bäume im Landkreis geschützt werden. Im Ziel sind sich beide Verordnungen einig. „Unsere Kinder sollen noch Sauerstoff zum Leben haben“ , so Lalk. (bob)