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Umfrage soll Basis für neue Wohngeldzuschüsse liefern

Spree-Neiße. Im November sollen die neuen Zahlen für den Wohnungsmarkt Spree-Neiße den Ausschussmitgliedern für das Jobcenter Spree-Neiße vorgelegt werden. Sie sind Grundlage für die angemessenen Kosten der Unterkunft, die vom Jobcenter gezahlt werden. Jürgen Scholz

Derzeit werden auch Mieter befragt, um Vergleichsgrundlagen zu haben. Voraussichtlich schon im kommenden Jahr könnten dann die aktuellen Daten für die Zahlungen herangezogen werden, schätzt Bianca Köcher-Böning ein. Sollte es zu Erhöhungen kommen, würden alle jene, die bisher unter dem Bemessungssatz lagen, automatisch benachrichtigt. Bei Verschlechterungen aus Sicht der Betroffenen habe bislang immer eine Bestandsregelung gegriffen oder sei man um einen Ausgleich bemüht, betont die Leiterin Zentrale Dienste und Controlling im Jobcenter des Landkreises Spree-Neiße.

Bislang wurde der Wohnungsmarkt im Landkreis Spree-Neiße in drei Bereiche untergliedert: Neben den ländlichen Bereichen der Ämter, Großgemeinden und kleineren Städte gab es einen Bereich für die Mittelzenten Forst, Guben und Spremberg. Eine Ausnahme stellte das Amt Burg dar, wo die Mieten noch über denen der Städte lagen.

Die bisherigen Daten stammen aus dem Jahr 2015. Nach einer Ausschreibung ist jetzt die Unternehmensberatung Rödl & Partner damit beauftragt worden, die notwendigen Grundlagendaten zu ermitteln und darauf ein Konzept zu erarbeiten, das auch mathematisch-statistischen Kriterien genügt. Daraus werde der "grundsicherungsrelevante Mietspiegel" abgeleitet, der das tatsächliche Mietniveau für Wohnungen des einfachen und grundlegenden Standards im Landkreis abbildet, beschreibt die Kreisverwaltung das weitere Verfahren. Aus diesen Daten können die Mitarbeiter des Jobcenters und des Sozialamtes ersehen, ob die Unterkunftskosten jeweils Fall angemessen sind.

Befragt wurden bereits die Vermieter. Derzeit laufen aber auch Befragungen von Mietern im Landkreis, deren Daten von der Deutschen Post eingekauft worden - ein Kriterium ist natürlich, dass es sich um Mietwohnungen handelt. Die Daten werden laut Landkreis anonymisiert in das Ergebnis einfließen. Um die angemessene Miethöhe aber möglichst genau abbilden zu können, sei man auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. Es gehe dabei nicht um personenbezogene Daten, sondern um Daten zur Wohnung.

Erste Ergebnisse werden voraussichtlich in zwei Wochen intern vorliegen, konkrete Daten in der öffentlichen Sitzung des Jobcenter-Ausschusses vorgelegt.